Selbstermächtigung + Trauma + Kulturwandel

Ich habe diesen Sommer zweierlei verstanden – nämlich, dass es Zeit wird, mich von meiner inneren Opferrolle zu verabschieden. Und ich habe verstanden, dass die Eisberge uns wie ein Spiegel zeigen, was eigentlich unser Job wäre: unsere inneren Eisberge zu schmelzen.

Abschied von der Opferrolle

Es begann damit, dass ich tief in mir merkte: ich hänge innerlich in meiner Entwicklung und komme nicht weiter, ich kreisele oder stehe noch auf der Bremse.

Also hielt ich inne und gestand es mir ein, dass es so ist wie es ist.
Nicht so rühmlich…aber jedenfalls ehrlich ;)

Dann kam in mir eine Entschiedenheit: „So will ich es nicht mehr! Ich habe mich lange genug in einer inneren Schleife gedreht – jetzt darf es enden und sich ändern!
Es blieb nur die offene Frage: wie…..?

Ermächtigung – es für möglich halten

Mein Körper reagierte auf die innere Entscheidung und entwickelte ein Hautsymptom – das habe ich als gutes Zeichen verstanden: Mein System merkte, dass ich es ernst gemeint hatte mit meinem Entschluss.
Was mir sehr gut getan hat, war, dass ich dann ganz viel am Wasser war. Der Schwarzwald hat wunderbare Bäche, überall plätschert und fließt es. Auch die Ostsee tat gut und meine jetzige Heimat in Baden-Württemberg hat einen Fluss und viele Bäche.
So konnte auf einer tiefen Ebene schon etwas in Fluss in eine Lösung kommen…

„…auch wenn ich noch nicht weiß wie.“

Wie passend, dass ich im September ohnehin für das RISE! Training von den Pioneers of Change angemeldet war, bei dem es um Selbstermächtigung gehen sollte. Das war eine gelungene, überraschende, powervolle und erfahrungsreiche Woche. Kann ich empfehlen! Bei mir arbeitet es immer noch nach…. so dass ich hier schreibend verdaue ;)

Was mir bewusst wurde: Es schien mir bisher vermessen, jemals den Raum meines Unterbewusstseins in Besitz zu nehmen. Wir tragen alle so viel „Eingemachtes“ mit uns herum, das in irgendwelchen Kellerräumen liegt. „Wie kann ich mit all dem Unbewussten jemals in Gänze Frieden schließen und es integrieren, dachte etwas in mir. Es kommen doch immer wieder neue Schatten, Traumen, ungefühlte Gefühle zutage. Und ich kann bestenfalls immer wieder darauf reagieren. Aber ich kann nie agieren.“

Aha, da war sie, die Opferhaltung und der Kern meiner Überzeugung….

Jetzt ahne ich, dass es darum geht, genau dort in meine Selbstermächtigung zu gehen, wo ich es mir bisher nicht zugetraut habe.

Kennst Du das? Bei Traumata bin ich am ehesten an diesem Punkt, dass ich es für nicht möglich halte, da in eine Lösung zu kommen… mir erscheinen die Traumata ein so großes, unermessliches Reservoir, gerade weil so viele Ebenen hereinspielen – biografisch, systemisch, karmisch, in parallelen Leben, und kollektiv oder in Gruppenkontexten.
Ich kenne gute Wege, mit Trauma umzugehen. Aber eine wirkliche Lösung ist etwas anderes… So wurde mir bewusst:

Genau da braucht es die Selbstermächtigung!
Dass ich nicht verhärten, abschalten, mich ablenken, mich überrollen lassen oder damit abfinden muss, dass es so ist wie es ist.

Ich darf erkennen, dass es nicht meine Schuld ist, dass ich mich nicht zu schämen brauche.
Ich darf erkennen, dass
ich nicht makelhaft oder schlechter als andere bin, weil ich Trauma fühle oder Traumafolgen oder mit hartnäckigen körperlichen Symptomen zu tun habe.

Nur, dass es mir so geht, heißt nicht, dass andere nicht auch drankommen. Oder vielleicht haben sie andere Aufgaben. Wer weiß. Ich bin eben Spezialistin genau hierfür. Das ist sehr wertvoll und ich versperre mir ab jetzt nicht mehr selbst den Zugang zu dem, was heilen, gesehen werden, gefühlt werden möchte, indem ich mich mit einer vermeintlichen Schuld oder Scham aufhalte.

Ich darf es für möglich halten, dass ich auch das erhellen, fühlen, in Frieden bringen kann, was mir bisher nicht möglich war.
Ich darf es für möglich halten, dass sich Türen und Wege finden für all das, was mir bisher viel zu groß und zu überfordernd oder unheilbar erschien.
Ich darf es für möglich halten, dass mein Herz auch an den Stellen weich wird, wo es bisher verschlossen oder gar blind war.
Ich darf es für möglich halten, dass es eine Lösung in all dem, mit all dem, für all das so schwer Greifbare und die körperlichen oder seelischen Symptome gibt.

Ich bin der Schlüssel dafür – besser gesagt, meine Haltung.
Nämlich zu allererst, dass ich es für möglich halte.

Unser Unterbewusstes – kein Eisberg…

Beim „Eisbergmodell“ ist nur ein kleiner Teil über der Wasseroberfläche, der größte Teil ist unter Wasser und nicht sichtbar. Der sichtbare Teil repräsentiert das, was uns bewusst ist, der andere das individuelle und kollektive, systemische und karmische Unbewusste.
Das Bild vom Eisberg impliziert die Grundannahme, dass es gar nicht möglich ist, den unteren Teil des Eisbergs je zu erfassen oder zu durchdringen.
Das möchte ich hier mal in Frage stellen. Ich glaube wir sind gesellschaftlich an dem Punkt, dass das menschliche Bewusstsein dabei ist, sich seiner bewusst zu werden.
Und das bedeutet aus meiner Sicht einen Quantensprung.
Wir können etwas ermöglichen, das Generationen und aber Generationen vor uns nicht möglich war.

…oder besser ein unbeleuchteter Raum?

Und deshalb wähle ich ein anderes Bild, um die Macht des Bildes vom Eisberg zu verwandeln:

Ich ersetze es durch einen riesigen noch unerleuchteten Raum.

Dieses Bild von Unterbewusstsein birgt für mich mehr Selbstermächtigungs-Potential: wenn ich nur ein Streichholz anzünde, wird der Raum schon erhellt. Und wenn ich dann schemenhaft etwas wahrnehme, dann kann ich ganz bei mir, meinem Licht, meiner Vision von dem, was ich mir wünsche, bleiben. Ich kann hinschauen, fühlen, meinen Körper spüren mit all dem Unangenehmen und darin weich werden.

Trauma als verpackte Geschenke

In Traumata liegt ein Potential, das es zu sehen, würdigen und zu berühren gilt.
Dann ent-wickelt es sich. Traumata sind wie verpackte Geschenke – oder Liebe, Lebenskraft und Verbindung, die sich entfalten und wieder sprießen möchte. Das ist doch wunderbar!
Ich bin als Schöpferin gefragt, mich auszurichten auf das, was ich mir wünsche. In all diesem Halbdunkel ;)
Ich nehme meine Macht an, es für möglich zu halten.
Ich spüre das in Körper und in all meinen Zellen.
Ich werde weich in all dem, was unangenehm ist.
Ich fühle die Akzeptanz, die Wärme, das Wohlwollen, das Mitgefühl hinein in all das Unangenehme, in all die Spannung.
Aber dann gebe ich meine Macht ab.
Denn ich kann es nicht „machen“.

Eine Person fühlt für alle

Was ich spannend finde und ein unglaubliches Potential, ist, dass wir das nicht alleine tun, sondern beginnen, das in Gruppen zu spüren.

Wenn wir uns als Einheit, als Gesamtwesen sehen – wie eine Amöbe vielleicht – dann ist es leichter, weil wir uns zugleich als Gruppe in unseren Nervensystemen gegenseitig stabilisieren. Das ist das, was Steven Porges mit der Polyvagal-Therorie belegte.
Es fällt uns in einer Beziehung oder einer sicheren Gruppe, die Offenheit und Wohlwollen ausstrahlt, viel leichter mit traumatischem Material umzugehen. Ich nenne es „tragende Felder“, Martin Kirchner spricht von „Sozialen Wärmefeldern“.

Und: wenn wir die Gruppe als ganzes bereifen, dann sehen wir nicht mehr eine Person mit ihrem Thema, und eine andere Person mit ihrem. Damit umgehen wir die Türwächter von Schuld und Schamgefühlen, die das Eigentliche versperren, die uns verwirren und uns von den wirklichen Gefühlen abhalten.

Schön ist, wenn wir begreifen: das, was Du fühlst, hat etwas mit mir UND hat etwas mit unserer Gruppe, unserem Feld zu tun, denn sonst würde es hier nicht auftauchen.
Eine Person drückt einen Aspekt aus, der in der Gruppe vorhanden ist und mitschwingt.
Wenn wir sagen oder denken: „Das ist Deines und nicht meines – das gehört hier nicht herein.“
dann grenzen wir aus und bewerten und haben die Chance verpasst, genau dort hinzuschauen.
Was helfen würde wäre langsam zu werden, uns zu öffnen, zuzuhören, zu spüren. Und zu forschen, zu ent-wickeln und zu lernen. Alles ist ein verpacktes Geschenk...

Gehen wir in die Polarität oder in die unsichere Offenheit?

Die Welt draußen lädt uns fortwährend zu Polarisierung und Bewertung ein.
Es ist oft einfacher zu sagen „das ist schlecht und das darf nicht sein!“
oder „das ist gut und das braucht es unbedingt!“
als die Spannung in sich zu spüren und die Not und den Schmerz oder die Ohnmacht, die hinter beidem steckt.  Das tut halt weh…

Auch ich rutsche in Extremsituationen in die Identifizierung und in meine Muster herein. Unschön, und unelegant, aber so sind wir halt alle – menschlich ;)

Mit Hilfe von anderen, in einer gemeinsam schauenden Gruppe ist es jedoch möglich, genau in diese Trauma-Muster zu schauen und sich dadurch und jenseits davon zu bewegen. Den Kopf zu heben und den unerleuchteten Raum nicht als gegeben und unerforschbar hinzunehmen.

Ein Hoffnungs-Schimmer :)

Wenn ich oder wenn wir in der Gruppe langsam werden, und demütig und mich interessiere…. Dann öffnet es etwas in mir. Und etwas Licht des Bewusstseins fällt herein.
Und die Gruppe und mein Herz beinhaltet und trägt und hält – und etwas kann sich offenbaren – und sich wieder verbinden.
So kann Neues kann in diesen offenen Raum hereinkommen – dann, wenn es Zeit ist.

Ich empfinde es als großes Geschenk, dass ich mit den Tauberpionieren eine Gruppe habe, in der ich in dieser Richtung forsche. Dank Euch! :)

Das, was DU spürst und fühlst,
ist auch das, was MICH heilt,
und was Teil von mir und von uns ist.

Deshalb: verstecke, vermeide, verberge es nicht!
Denn das ist der Kitt, den wir brauchen. Er heilt, er erneuert, er verbindet.
Und er weist über uns selbst hinaus.
Das ist Selbstermächtigung in Gemeinschaft und in einer neuen Kultur:
Wir sind eins.
Wir können uns nur hingeben in das Neue, in das Göttliche,
wenn wir zuvor aufgestanden sind und genau das für möglich halten.

Erheben wir uns dahinein. Let´s RISE!

Spirituell wirtschaften und Bratwurst…?

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal für einen Bratwurst-Wettbewerb werbe. Aber das tue ich heute weiter unten. Und das hat einen ganz besonderen Grund. Ich bin auch durch eine Entwicklung gegangen bis ich merkte – ja, genau dieser Blog heute ist dran!

Wir folgen unseren Werten

Wenn ich auf die Website von diesem Bratwurst-Wettbewerb schaue, dann vergeht es mir als Vegetarierin – oder ich muss einfach nur lachen ;) Jedenfalls klicke ich weg. Aber darunter ist noch eine andere Schicht – und auf die kommt es an, auf diese leise Stimme.
Genau das dürfen wir ja in der heutigen Zeit lernen, dass wir nicht auf die lauten Stimmen draußen und in uns hören!

Wir hören nicht auf die Stimme
– der Angst
– der Lähmung, des Weggehen-Wollens
– der Scham – „was denken die anderen über mich?“
– der eigenen Werte und Prinzipien – z.B. „ich bin für weniger Fleischkonsum!“

Der letzte Punkt ist oft hakelig, genauso wie das Thema Essen an sich – also vegetarisch oder vegan oder nicht auch…
Und vielleicht magst Du jetzt gar nicht weiterlesen.

Wenn Du trotzdem neugierig bist, dann hast Du schon eine entscheidende Hürde genommen, Glückwunsch!

Meine Rolle bei spirit plus e.V.

Also: ich habe kürzlich ein sehr persönliches, sehr offenes Interview mit dem Bio-Metzger Roland Prosiegel für spirit plus e.V. geführt. Seit November 2019 bin ich in diesem Verein in den Vorstand gebeten worden – und habe die Aufgabe und Herausforderung angenommen.
Puh, das war auch so ein Schritt ;)  Aber ich hatte gemerkt:

Wenn das Leben fragt und in der Ebene „darunter“,
bei dieser leisen Stimme,
gibt es keine Abwehr,
sondern nur Stille,
dann ist es dran, dass ich durch die Tür gehe.

Bisher habe ich hier im Blog z.B. noch gar nicht viel über spirit plus e.V. gesprochen. Daran merke ich, dass in mir noch nicht das Vertrauen gewachsen war, das Thema und meine Rolle nach außen in das Umfeld zu bringen, das für diese Verbindung zwischen Innen und Außen steht. Und da gehörst Du auch dazu, wenn Du das jetzt hier liest. Danke für Dein Sein an dieser Stelle!

Also bin ich jetzt im Vorstand von spirit plus e.V. – ein Verein, der vor 20 Jahren von Dr. Joachim Galuska, dem Gründer der Heiligenfeld-Kliniken in Bad Kissingen, ins Leben gerufen wurde. Joachim Galuska ist auch bekannt aus dem Kult-Sachbuch über zukunftsfähige Unternehmen weltweit „Re-Inventing Organizations“ – gibt’s auch auf deutsch.

Wirtschaft und Spiritualität

Wirtschaft wird in den Universitäten gelehrt als per Definition „Verteilung von knappen Gütern“, und es geht um Effizienz und Gewinnmaximierung.

Die eigentliche Weltreligion
in unserem Zeitalter
ist
das herrschende Wirtschaftssystem.

Das sehe ich so – und das ist ernüchternd. Aber es gibt Vorreiter in der Wirtschaft, die sich eine andere Orientierung wünschen. Das, diese Re-Justierung unserer herrschenden Weltreligion ;)  will ich gern unterstützen.

Meine erste Priorität, auch in der Wirtschaft, überall, ist die Ausrichtung auf das Große Ganze, auf das Leben selbst.
Ich sage: lasst uns Räume genau dafür schaffen, und uns immer wieder daran er-innern, dass wir eigentlich aus der Fülle kommen, aus dem Großen Ganzen. Und dass alles sich wieder an diesem Großen Ganzen und dem Leben selbst, auf die feine Schwinung der Lebendigkeit darin, ausrichten kann.
Das darf wieder die erste Priorität sein! Und in dem Vertrauen darauf dürfen wir auch unser Leben und Wirken und das Bereitstellen von Gütern und Diensten aufbauen.

Wenn Du magst, schau mal auf die Seite des Vereins spirit plus e.V.
Ich habe in den letzten Monaten auch zoom-Treffen zur Vernetzung für Mitglieder und Interessierte angeboten. Denn es braucht, dass wir merken: etwas anderes ist denkbar, ist erlaubt, ist möglich und machbar.

Ein Vorreiter–Beispiel im Interview

Dass sich gerade Robert Prosiegel als Bio-Metzger meldet und sich für ein Interview als spiritueller Unternehmer bereiterklärt, hat mich selbst schmunzeln lassen. So ist es – ich nehme, was mir das Leben bringt und freue mich daran.
Und ich bin sehr beeindruckt von der Offenheit, der Lebensgeschichte und dem Wandel vom „Saulus zum Paulus“ – vom gewinnorientierten Unternehmer zum spirituell ausgerichteten Menschen und Betriebslenker! Und von seinem Mut, das so in der Tiefe, Hingabe und Klarheit zu leben.
Hier kannst Du unser 23-minütiges Interview hören:

Bratwurst-Wettbewerb und was mich beeindruckt

Wir sind in der Wirtschaft und in unserer Entwicklung jetzt in der Phase, wo wir wählen dürfen: Angst oder Liebe. Oder anders ausgedrückt: Dient etwas der Hinwendung zur oder der Abwendung von der Lebendigkeit?

WIR haben die Wahl.

Deshalb musste ich auch so über diesen Wettbewerb schmunzeln, an dem Robert Prosiegels Betrieb mitmacht: Welcher Metzgerbetrieb fertigt die beste fränkische Bratwurst?
Es geht dabei eben nicht um Großbetriebe und Supermarkt-Fleisch, sondern um kleine, handwerkliche Betriebe. Und bemerkenswert für mich: Robert Prosiegel tritt im Titel nicht einmal als Bio-Betrieb auf! Er ist „einer unter vielen“, nur in der Detail-Beschreibung ist seine Haltung erkennbar.
In einem ganz konventionellen Wettbewerb als gesundes, nachhaltiges, bewusstes Unternehmen mitzumachen ohne genau damit zu werben finde ich schon mutig. Es ist so wie „allein unter Wölfen“ oder undercover oder wie ein trojanisches Pferd ;)

Aber mir wurde klar: genau so zeigt er mir und uns, dass wir heute die Wahl haben.
Wir können wählen:

Wollen wir das, was bisher normal war?
Oder wählen wir Bio als „das neue Normal“?

Also, wenn wir als Gesellschaft schon Fleisch essen, dann will ich doch, dass solche Betriebe wie er künftig den Schweinen ein gutes Leben bieten und ihnen für ihr Leben danken und sie darauf vorbereiten, dass ihre letzte Stunde kommt, und sie sie würdevoll verabschieden.

Ich schreibe das so genau, denn da schauen wir ja oft weg. Und für mich ist Robert Prosiegel jemand, der das anders macht.

Du kannst ihm Deine Stimme in einem Wettbewerb für „normale“ Metzgerbetriebe geben. Und damit Deine Wahl treffen und ein Signal geben.
Hier kannst Du Deine Stimme abgeben: Bratwurst-Wettbewerb
Der Wettbewerb ist bis Sa, 25.7. ausgeschrieben. Um unter den Ersten zu landen sind laut Robert Prosiegel ca. 200 Stimmen erforderlich. Da drücke ich ihm die Daumen ; )

Neue Wirtschaft

Ich wünsche mir viele mutige Pioniere wie Robert Prosiegel. Und viele Menschen, die auch gerade in der Wirtschaft andere Priorität setzen.
Indikator für ein gelingendes neues Unternehmen ist für mich seine Hingabe ans Leben und die Qualität der Verbindung zu all denen, denen es dient. Dem Leben, den Mitarbeitenden, den KundInnen…

Wir alle merken ja schon – es kommen gesellschaftlich so einige Veränderungen auf uns zu – gerade in der Wirtschaft und wie wir arbeiten. Vielleicht magst Du auch Teil davon sein oder bist es längst.
Ich suche z.B. noch Menschen, die ich im Rahmen von spirit plus e.V. als Vorreiter oder als Menschen mit ersten Erfahrungen einladen kann. Mach Dich bemerkbar!
Damit das Neue auch im Bereich Wirtschaft greifbar wird und Hoffnung machen kann.

Verbindende Grüße von
Frederike

Wenn Neues aus dem (gefühlten) Nichts entsteht

Ich will etwas mit Dir teilen. Etwas sehr Schönes.

Es beginnt damit, dass ich dachte, alles sei zu Ende.
Dass es nicht weitergeht. – Schweren Herzens gab ich mein inneres Einverständnis dazu. „Es darf zu Ende gehen, wenn es dran ist“, sagte ich. Denn mir wurde bewusst, dass ich bereits alles gegeben hatte. Und dass ich es jetzt nur noch abgeben konnte – das Weitere lag nicht in meiner Hand. Kein einfacher Schritt.
Damit Du es besser nachvollziehen kannst, schreibe ich Dir, worum es geht. Du kannst das übertragen, auf das, was Dir am Herzen liegt und wo Du Deine Energie reingibst.

Mein Herzensprojekt

Bei mir geht es um eine Gruppe, die ich gegründet habe – die Tauberpioniere.
Wir üben wie wir im sozialen Raum eine neue Art von Miteinander in Präsenz leben können, und wie wir Wandel von innen nach außen tragen. Meine Vision ist, dass einige Leuchttürme für das Neue stehen, voneinander wissen und von innen in die Umgebung strahlen. Weiterlesen

Demos für Würde: unsere Präsenz wandelt

Zeiten des Wandels bedeuten Verunsicherung.
Solche Zeiten hat die Menschheit überstanden, weil sie in Krisen zusammengerückt ist und sich in Kreisen zusammengefunden hat.
Darin zeigt sich dann das Wesentliche: dass wir einander haben. So können wir gemeinsam Neues ermöglichen und erschaffen.

Im Büchlein von Ulrich Schaffer beleuchtet er sehr gut die Rechte, die die Würde und Selbstbestimmung und das Menschsein ausmachen. Deshalb habe ich es als Titelfoto gewählt.
Rechte „haben“ ist wichtig – sie auch zu leben, in einem wirklichen „Sein“, darum geht es für mich in der jetzigen Phase.
Vom Haben zum Sein.
Und das zeigt sich aus meiner Sicht aktuell in der Bewegung, die von innen nach außen beginnt.

Demonstrationen – der Wille des Volkes erwacht

Die zahlreichen Demonstrationen in so vielen Städten sehe ich im Kern als symbolische Entwicklung – wie Christoph Pfluger aus der Schweiz es formuliert: „Der Souverän erwacht“.

Selbst in der Kleinstadt Bad Mergentheim gab es eine Demo bzw. Versammlung zum Einstehen für Grundrechte am Wochenende. Sie war eine friedliche, wohlwollende Veranstaltung, ca. 100 – 200 Menschen, dauerte eine gute halbe Stunde, mit Ansprachen, mit zwei umgeschriebenen Liedern zu „Die Gedanken sind frei“ und „Freude, schöner Götterfunken“. Dann war Abschied und Dank an die Stadtverwaltung und die Polizei für die gute Kooperation. Sehr rund.

Wie gehen wir mit Extremen um?

Was mich aber im Anschluss noch beschäftigt hat, war dass ganz hinten Menschen standen, die ich eher dem rechten Spektrum zuordnen würde. Und auch, dass es zahlreiche öffentliche Warnungen vor den aktuellen Demonstrationen – auch von Campact und den Grünen gibt.

Die Veranstalter in unserer Kleinstadt hatten klar gesagt, dass sie weder eine Bühne sind für rechts-faschistische noch für links-extreme Strömungen. Das war ein klares Statement und gut.
Denn wir müssen uns fragen: Wie schützen wir das Prinzip des Lebens vor dem Destruktiven, das es auch gibt – und das sonst das Feld des Lebensbejahenden zertrampelt?

Wir brauchen nicht-würdevolles Verhalten nicht zu tolerieren,
sonst torpediert es gut gemeinte Veranstaltungen.

Ganz wichtig: wir dürfen unterscheiden zwischen lebensbejahend und lebensverneinend.
Zugleich bringt Ausgrenzung wieder Trennung, Abspaltung, und Potential für ein „Gegeneinander“. Und was es in der Wandelbewegung jetzt braucht: dass wir uns nicht spalten lassen in alle denkbaren Richtungen. Gerade auf Demonstrationen führt Spaltung sowieso schnell zu ungünstigen Entwicklungen. Wenn Menschen selbst dieses Recht noch genommen wird, was sollen sie dann noch tun?
Und, so unwohl mir selbst ist: Menschen haben einen Grund für ihr Verhalten, selbst wenn das in Extreme geht.
Wir, die für das Leben stehen, wir dürfen uns aufrichten, Stellung beziehen, hinstehen und in Führung gehen und nicht dem Lebensverneinenden das Feld überlassen. Die höchste Schwingung bestimmt das Feld – wenn wir dafür sorgen und uns bewusst sind, was unsere Rolle ist oder ggf. auch bereit sind klar zu sein und zu handeln.
Was heißt das konkret?

Wie gelingt Wandel dann auf der Straße?

Und wie gehe ich z.B. mit meiner Unsicherheit, meiner Angst um, wenn ich Parolen bei der Demonstration höre?
Meist wollen wir diese Gefühle wie Angst und Unsicherheit ja weghaben, uns davor schützen – auch als Veranstalter. Das klarzuhaben, was wir nicht wollen ist das eine.
Das andere ist, das zu benennen, was in uns vor sich geht. Wir können die Gefühlsebene, das eigene Innere, aussprechen und zudem nach der großen Klammer, dem Verbindenden suchen. Das bringt eine Wende.
Genau das habe ich z.B. früher einmal im Job als Vermittlerin in der Arbeitsagentur gemacht, als jemand mir massive Vorwürfe machte. Nachdem ich offenlegte, wie ich mich fühle: ganz klein, eingeschüchtert, verunsichert und überfordert mit all dem – wurde die Person ganz kleinlaut, und entschuldigte sich.

Neu wäre, auf der Bühne zu bekennen:


„Ich muss gerade mal etwas Persönliches sagen:
Wenn ich diese Laute und diese Rufe von dort hinten höre,
spüre ich Angst, Unsicherheit in mir.“

Atmen, Pause…

„Ich wünsche mir, dass wir hier alle stehen als Menschen.
Wir haben alle Würde verdient. Wir wollen alle in Würde leben.
Wir wollen alle hinschauen, wo es hingeht in der Gesellschaft.
Schön, dass alle hier sind. Schön, dass wir wach sind.

Was uns verbindet, ist unser Menschsein,
unsere Unsicherheit, unsere Angst,
und dass wir uns eine menschliche und lebenswertes Leben wünschen.
Dafür stehen wir hier.“

Hier ein Demonstrant in diesem kurzen 1-min Youtube-Video, der sehr respektvoll aus dem Herzen spricht. Lustigerweise ist dieses Video bei Youtube gelöscht, also wohl zensiert worden… Hier ist eine etwas längere Version von 4 min.

Präsenz hebt alte Systeme aus den Angeln

Gopal Norbert Klein www.traumaheilung.net sagt in einem Video (13 min): „Deutschland in Therapie“  dass das Abwehrsystem des alten Systems ausgehebelt wird, indem wir als Bürger*Innen nicht mit „Kampf, Flucht, Resignation“ reagieren, sondern in Verbindung gehen mit dem, was wir wahrnehmen und in unserer Mitte sind.
Das heißt, dass wir im öffentlichen Raum präsent sind und hinschauen – wie Zeugen. Wach, wohlwollend, aber klar. Das ist eine neue Art des „Handelns“.

Genau diese neue Art des Handels braucht es jetzt.
Für Franz Renggli, den Schweizer Forscher über Pränataltherapie, stehen wir gerade an einer kollektiven Schwelle, die entscheidend ist. Er erforscht auch soziologisch die Auswirkungen von traumatischen Trennungen zwischen Müttern und Babies im Lauf der Geschichte und meint, wir stehen aktuell vor dem Scheideweg zu einer kollektiven Psychose wie er sagt – oder zu einer Heilungsbewegung. Mehr in seinem lohnenswerten Interview mit Lucia von Fürstenberg-Maoz hier.

Kürzlich lief eine Kampagne von Campact, die die Newsletter-Leser zur Bürger-Anrufen bei Herrn Kretschmann für eine ökologische Wende statt Abwrack-Prämie ermunterte.
Ich habe einige von den vorgeschlagenen Nummern durchgeklingelt und hatte schließlich eine sympatische Mitarbeiterin des Staatsministeriums an der Leitung, die sagte, sie wäre selbst auch gegen die Abwrackprämie.
Auch die zig Emails an die Bundestagsabgeordneten für ein Recht auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit statt ausgrenzenden Impfregeln sind eine ähnliche Welle gewesen, die sicher in der Politik spürbar war.

Thomas Hübl nennt die Präsenz im öffentlichen Raum „Social Witnessing“.
Sein Team bietet im Rahmen des Pocket Projekts schon seit mehreren Wochen Treffen für Menschen an, um sich zuzuhören und um so den eigenen Traumatmustern nicht mehr die Führung zu überlassen, sondern in Verbindung zu sein. Das ist kollektive Trauma-Heilung!
Innen wie außen – je mehr wir uns innerlich stabilisieren, umso mehr können wir äußerlich präsent und klar sein. Und das bewirkt etwas.  :)

In der Mitte bleiben und zum Schöpfer werden

Wir dürfen innerlich schon eine Gewissheit in uns tragen, wo es hingehen mag: in eine Zuversicht, in etwas Neues. Egal was ist können wir auf diese Zuversicht ausgerichtet bleiben. Denn wir sind die Schöpfer unseres Lebens und unserer Gesellschaft, einfach indem wir daran glauben und und davon nicht abbringen lassen.
Noch sind wir im Alten, aber wir sind mitten drin im Wandel dahin.
Wir dürfen uns jetzt gegenseitig stärken, helfen, verbinden. Denn es gibt genug Ängste, Sorgen, Nöte, mit denen viele konfrontiert sind. Und wer weiß, was noch alles kommt, welche Krisen noch auf uns warten.
Also üben wir schon mal!
Wir dürfen immer mehr üben wie es geht, dass wir in unserer Mitte, in unsere Präsenz bleiben, komme was wolle. Und andere mitnehmen in diese Stabilität und Präsenz.

Wir lassen uns nicht in die Überlebensmechanismen
Kampf, Flucht, Resignation
oder gegenseitiges Denunzieren bringen.
Wir bleiben in der Verbindung zu uns – und zu anderen.
Wir nutzen neue Wege, um uns zu vernetzen.
Wir üben mit dem Herzen zu sprechen und mit dem Herzen zu hören.

So stabilisieren wir uns.
So verbinden wir uns.
So entfalten wir auch unser Schöpfersein.
So erschaffen wir Zukunft.

Eine neue Art von Demokratie erschaffen

Was für mich eine spannende Entwicklung ist:
am Samstag, dem 16.5. von 12 – 19 h fand die erste Online-Tages-Konferenz mit Open Space und Workshops von „Mehr Demokratie e.V.“ statt mit 2.500 angemeldeten Teilnehmenden.
Christian Felber (Gemeinwohlökonomie) ist auch als Sprecher dabei.
Was wollen wir als Bürger?
Wie wollen wir Mitwirkung künftig gestalten?
Um all das geht es dabei: https://www.mehr-demokratie.de/

Egal wo Du stehst – innerlich, äußerlich.
Du trägst Deines zum Ganzen bei, in dem Du in Deiner Mitte bist.

Wenn Du magst, schreib gern, was Dich bewegt.

Herzliche und zentrierende Grüße von
Frederike

 

Phönix IN der Asche

Wir werden uns gerade kollektiv bewusst, dass wir lange, lange Zeit ver-rückt waren; jetzt geht es um den Prozess des Zurechtrückens.

Verrückt-Sein

Aus meiner Sicht ist gleich, ob es sich um persönliche oder um aktuelle politisch-gesellschaftliche Themen handelt. Das Innere findet sich im Außen wieder. Wir können es innen ändern, dann zeigt es sich im Außen anders.
Klar, es auch gut, außen zu tun, was zu tun ist. Ich tue außen, was zu tun ist.
Das Eigentliche können wir innen tun – damit ändern wir die Zukunft. Sonst haben wir immer und immer wieder im Außen mit Ähnlichem zu tun, was uns bedrängt, so lange bis wir uns auf das Nadelöhr einlassen.

Ich sage, es geht um einen ähnlichen Prozess im Kollektiven wie im Individuellen. Hier sind Beispiele aus meinen Wegbegleitungen ins Neuland –  jeder Prozess ist dabei einmalig, anders und birgt seine eigene Herausforderung auf dem Weg zur Meisterung!
Weiterlesen

Vom Umschlagen des Pendels

Wenn Du beim Lesen schöne Musik magst – ich habe das hier beim Schreiben gehört:  https://www.youtube.com/

Wir sind mitten drin im Großen Wandel, äußerlich geht es um Corona, aber geht um viel mehr – auf vielen Ebenen….
Für die einen ist es z.B. ein Aufstieg und Grund zur Freude, für die anderen ein Streit um Macht und Einfluss hinter den Kulissen. Wir bekommen eine große Menge Deutungsoptionen angeboten oder auch mit vielem, das uns ängstigt. Auch all dieser Fülle dürfen wir umgehen lernen.
Worauf ich persönlich jeweils achte, bei jedem Youtube Video, das ich schaue, ist:
was passiert mit meiner Energie? – Bringt es mich zu mir, in meine Mitte, mit welchem Ausdruck auch immer, z.B. Berührung, Ruhe, Trauer, Freude, Überforderung, Energie, Klarheit.
Wenn ich merke, ich habe ein Video geschaut, das extrem in eine Richtung geht und ich bin davon absorbiert, dann schaue ich mir zum Beispiel auch eines an, das in eine andere Richtung geht – um zu spüren: Ich weiß es nicht. Und um die innere Weisheit oder Ausrichtung auf eine andere Ebene in mir anspringen zu lassen und die Kontrolle dahin abzugeben. Nicht immer, aber oft hilft mir das.

Wenn uns Unwohlsein beschleicht

Aktuell werden familiäre und kollektive Erinnerungen an Krisen- und Kriegszeiten wach. Auch ich kam diese Woche vom Einkaufen – und mir war mulmig. Das Gute ist, dass wir endlich fühlen, können, was unsere Eltern, Großeltern, Urgroßeltern nicht fühlen konnten: dass sie z.B.Hunger hatten und Entbehrungen litten und Unsicherheit und Verlust erlebten.

Jetzt darf Frieden werden

Diese Zeit ist eine Zeit der Heilung, und als eine solche Chance dürfen wir sie nutzen:
Wir dürfen endlich den Krieg in uns beenden, der seit Generationen oder seit vielen Leben in uns ist. Wir fühlten ihn bisher oft gar nicht direkt, weil er so „normal“ war, aber in dieser Zeit kommen die Gespenster aus dem Keller wieder zum Vorschein, z.B. wenn wir merken, dass wir aufgrund der neuen Situation innerlich so eine extreme Unruhe in uns spüren oder eine diffuse Angst, etwas nicht Greifbares.
Statt uns dann zu beschäftigen, abzulenken, dürfen wir uns sagen:

Langsam ist das neue Schnell!“

Wir haben ab jetzt die gesellschaftliche Erlaubnis dazu: „Daheim bleiben, bitte!“  Statt zu funktionieren sollen wir bitte auf uns hören, für unsere Gesundheit sorgen.
Wir dürfen innehalten und hinspüren.
So erlösen wir die Gespenster: indem wir sie endlich sehen.

Dilemmata und Unausweichlichkeiten

Das kann sich sehr unangenehm anfühlen: ich selber und einige Menschen aus meinen Gruppen oder Wegbegleitungen kommen aktuell an ganz tiefe Punkte, die mit Unausweichlichkeit zu tun haben – ein Gefühl eines unlösbaren Dilemmas.
Ich hatte z.B. kürzlich: „ich will so gern etwas ermöglichen, doch ich kann es nicht beeinflussen“.

Kennst Du so etwas?
Beschäftigt Dich vielleicht die bohrende Frage beim Blick in die Medien: „Was ist wahr? Was kann ich noch glauben?“
Oder quält Dich Unausweichlichkeit bei all dem, was gerade kommt: „Wohin, was tun…, wenn meine Freiheit immer mehr eingeschränkt wird?“
Oder bedrückt Dich eine existentielle Sorge: „Was kann ich bezüglich meiner beruflichen Situation tun, wenn ich aktuell gar nichts tun kann?“

Ein Dilemma ist das Tor zum Neuen.
Sei dankbar, wenn Du mitten drin bist!

Ich frage:

  • Was wäre, wenn sich all die Dinge in Dir verdichten – zu genau einem Punkt der Unausweichlichkeit, Unlösbarkeit, Unkontrollierbarkeit?
  • Was, wenn genau das das Tor zu einer neuen Ebene, zu einem neuen Startpunkt ist?

Was, wenn dieser Punkt uns
wieder mit dem Großen Ganzen verbindet
und wir dadurch
den Krieg in uns befrieden?

Es gibt kein Richtig oder Falsch

Wir wollen wissen: wahr oder nicht wahr? Gefährlich oder nicht? Alleine oder verbunden? Gut oder böse? Hoffnungslos oder nicht?
Heutzutage können wir all das nicht beantworten. Es gibt keine eindeutigen Antworten.
Und doch können wir dankbar sein, dass sie uns vielleicht mitten auf diesen Punkt der Unausweichlichkeit bringen.
Die Position „das geht mich nichts an.“  Oder: „Mich betrifft das nicht.“  passt in diesen Tagen nicht mehr – wir sind alle mitten drin im kollektiven Prozess.

Der einzig hilfreiche Weg ist:

Wir halten inne und FÜHLEN – was auch immer in unserer Unruhe aufkommt.
Wir wischen die Gefühle nicht weg.
Wir lassen Betäubung, Ohnmacht, Angst, Überforderung, Wut…alles auftauchen.
Wir atmen.
Wir stellen uns allem. Erstmalig vielleicht.
Wir stehen mitten in einem inneren Sturm.
Welch ein Sturm.
Welch ein Feuer.
Wir fragen uns: Kann ich zustimmen, dass es ist wie es ist?
Damit kann ich es erlösen und all das, was war und ist, an eine größere Macht abgeben.

Was wäre,
wenn die Tafel dadurch wieder weiß wird?
wenn DAS der Neuanfang wäre?
wenn wir auf diese Art Teil dieses Großen Neubeginns wären?

Vom Umschwingen des Pendels

Wir als Menschheit sind so lange in eine Richtung geschwungen. – Jetzt geht es um einen Richtungswechsel, um eine neue Ebene.
Und dafür muss das Pendel erst einmal in der Mitte zum Stillstand kommen. Damit es dann in einer neuen Richtung los schwingen kann.
So als wäre es die ganze Zeit horizontal zwischen uns und der Welt hier geschwungen – und würde jetzt wieder vertikal zwischen Himmel und Erde schwingen wollen.
Das Pendel schwingt in die natürliche Ordnung zurück. Und wir kommen in die Demut gegenüber allem Leben hinein. Das darf unsere oberste Priorität sein. Immer. Überall. Keine Ausnahme.

Wischen wir die Tafel weiß!
Es darf neu beginnen – nach neuen Spielregeln.

Meine aktuelle Sorge

Meine Sorge ist: dass viele Menschen und die Wirtschaft nach der Pause wieder „back to normal“ in ihren Alltag zurück wollen. Auch jetzt werden von der Regierung schon hektisch „Rettungspakete“ aufgelegt, um das Bestehende zu bewahren. – Solidarität und Hilfe ist ja gut, aber… Kommen wir so im neuen Pendelschlag an?

Ganz ehrlich: nein.

Also braucht es noch mehr Innehalten….Vielfach wird vom Dimensionswechsel gesprochen, der jetzt ansteht.
Aber der Große Wandel ist keine Show, die von selbst abläuft. Wir sind ganz entscheidende Akteure darin. Wir sind sogar DIE Akteure.

Unsere Aktion besteht darin, nichts zu tun:
Wahrnehmen – und zustimmen zu dem, was ist.
In jedem Moment.

Es gibt ein Wort dafür: Präsenz

Ein Leben in steter Präsenz ist ab jetzt gefragt.
Und so dürfen wir in unsere schöpferische Rolle hineinwachsen, dasein, uns ausdrücken, unsere Stimme erheben, das Leben und die Gesellschaft mitgestalten – mit Präsenz.

Das große Aufräumen

Ich merke an mir, dass ich gleich Wünsche an den Wandel in mir habe, was es braucht:
ein Grundeinkommen für alle, regionale Wirtschaftsskreisläufe, eine neue Art von Politik und Entscheidungsfindung im öffentlichen Raum, eine freiere Art der Bildung, Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, mehr Miteinander überall.

Aber erstmal ist das große Aufräumen dran:
Wischen wir die Tafel weiß.
Das heißt NICHT: „Schwamm drüber“

Wir gehen jetzt durch eine Zeit indem unsere innere Dunkelheit zutage tritt, in der alle Traumata getriggert werden. In der wir drohen, alles zu verlieren oder alles uns zu entgleiten droht.
Diese Abgrund-Erfahrungen und Ängste wollen wir am liebsten wegwischen, vermeiden.
Aber die jetztige Zeit fordert genau das Gegenteil – alles andere als „Schwamm drüber“.
Wenn wir uns mitten hineinstellen ins Feuer, in den Sturm, es fühlen und auftauchen lassen, da bleiben, mitten drin, dann verschwindet es!
Die Tafel wischt sich von selbst, wenn wir einverstanden sind und es geschehen lassen und das Leben diese Reinigung vollziehen lassen.

Wir dürfen unterscheiden lernen

Wann ist ein Gedanke, ein Gefühl, Drama oder Ablenkung da?
Wann lassen wir uns wegtragen von unserer Mitte?
Wann fallen wir aus der Präsenz heraus?
Um das zu lernen und zu üben, dafür brauchen wir einander aktuell sehr, denn das haben wir nicht gelernt. Wir können uns zum Lernen in – aktuell virtuellen –  Kreisen treffen. Es gibt so wunderbare Gruppen und Methoden und Zusammenkünfte, in denen genau das schon erprobt und gelebt wird.

Und dann leben wir nach dem Motto:
Wir sind da, mit allem.
Wir tun, was zu tun ist.
Wir folgen dem, was da ist.
Und das jeden Tag.
Das ist alles.
So einfach und leicht ist das dann :)

Wir haben lange genug die Kontrolle gehabt.
Jetzt darf es einfach werden.
Wir kehren in die natürliche Ordnung zurück.
Und das Leben lebt sich durch uns.

Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg dahin.
Wie schön, dass Du auch dabei bist!

Herzensgrüße von Frederike

Transgenerationaler Wandel – wie sich etwas wendet

Neben dem Alltag bin ich seit Wochen in dem nicht Greifbaren, Vorsprachlichen.
Ich habe schon einiges geschrieben über Trauma, jetzt bin ich gefühlt mitten drin, und bin sehr dankbar für eine Initiative von Elisabeth und Cornelia zur Kollektiven Transformation:
Ihr Kriegsenkel-Kongress wird vom Fr, 13. – 22.3. stattfinden.
Sie hatten mich um ein Interview gefragt. Erst habe ich mich gewundert, dann gefreut, dann war in mir eine Betäubung…bis heute.
Es gibt eine Ebene, die ich erfassen kann. Und etwas bleibt verborgen, unaussprechlich. Schreibend nähere ich mich dem… Weiterlesen

Was wir bei den Tauberpionieren machen

Zuletzt habe ich von meinem Leserbrief bezüglich des Insektensterbens und der Agar-Wende berichtet. Der Brief wurde im Lokalblatt abgedruckt – und es wenig Resonanz. Jemand, der anrief und auf Missstände aufmerksam machte, und ein Person, die auf die Tauberpioniere aufmerksam wurde. Aber es gab auch keinen Gegenbrief oder ähnliches.
Ich habe von mir aus mit dem Öko-Winzer und dem schließenden Bio-Gemüse-Betrieb gesprochen: beide sind Kleinstbetriebe, die sich jetzt wegen der zunehmenden staatlichen Regularien und persönlicher Belastung aus ihrer Selbständigkeit zurückziehen. Sie übernehmen damit Verantwortung für sich. Eine Verantwortung für mehr ist ihnen zu viel. Eine verständliche Reaktion.
Das zeigt mir: Der Markt und die Agrarpolitik regeln das eher kaputt. Wir brauchen eine neue, eine andere Art von Gemeinschaft als den Markt.

Wie kommt das Neue in die Welt?

Ich habe meine Stimme in die Welt gesprochen, das war gut. Und es geht weiter – auf meine Art. Wie?
Ein Schlüssel ist der Umgang mit dem Monster-chen. Das tauchte bei unserem letzten Tauberpioniertreffen auf… aber das und noch mehr hier: Weiterlesen

Mein erster Leserbrief

Puh, das war und ist wirklich aufregend. Es gibt Momente im Leben, da merken wir: wir sind gefordert. Wir können dann sprechen oder schweigen. Ich habe gesprochen – etwas mulmig ist mir noch, nachdem der Artikel abgeschickt ist.

Kennst Du die Grünen Kreuze, die aktuell überall auf Wiesen und Äckern der Bauern zu finden sind? Ich hab gerade kein Foto, und will wegen Copyright auch keines aus dem Internet nehmen. Darum also und um das, was damit zusammen hängt, geht es mir. Weiterlesen

Sich getrennt fühlen verwandeln

Das Hauptproblem auf der Erde ist meiner Ansicht: Trennung und Getrenntsein.

Wobei das Wort Getrennt“sein“ schon in sich widersprüchlich ist…  Denn das Leben ist immer in Verbindung mit dem großen Fluss, mit dem Urgrund allen SEINs, mit dem Göttlichen.
Jetzt sind wir in einer Zeit, in der wir wieder alles zurückbringen in die Verbindung, alles wieder zurückkehrt in den Fluss des Seins.

Aber ich fange bei mir an. Wandel von innen nach außen ist ja mein Credo.
Und da stelle ich fest: Ich fühle mich gar nicht immer mit dem Leben verbunden. Oft fühlt es sich gedämpft an, neblig, und so gar nicht nach einem Fluss.
Ich habe mich ja viel mit Trauma befasst, und vor allem das Bindungs- und Entwicklungstrauma ist ein Mechanismus, der uns unser Leben lang „erfolgreich“ in der Illusion von Trennung festhält – vor allem, weil ich mich in der Regel gefühlsmäßig bzw. körperlich/physiologisch davon schwer lösen kann und damit identifiziert bin.

Von meinem Bewusstsein her weiß ich:
„Trennung ist nicht wahr.“
Trotzdem fühle ich mich öfter so.

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Einladung zur Online-Gemeinsam-Gruppe

Ich erforsche gern, wie wir ins Neue kommen.
                      Das Neue beginnt in uns.
                      Es beginnt in jeder Begegnung.

                      An jedem Tag, in jedem Moment.

Hier unten ist mein 6 min Einladungsvideo für Dich –
Klick auf den Pfeil zum Abspielen, atme durch, werde langsam, spür, komm bei Dir an…

Infos und Anmeldung sofort, bis zum 3.12. hier.

Ich will ich mit Dir in Verbindung sein, spürend, wertschätzend, Schritt für Schritt.
Genau dazu will ich mit einer kleinen Gruppe über die nächsten 4 Monate in Kontakt sein.
Schau, ob Du den Impuls hast, dabei zu sein.

Ich freue mich, wenn Du Deinen Weg gehen willst!

Anmeldung sofort, bis zum 3.12. hier.

Herzliche Grüße von Frederike

Klima – eine neue Perspektive

Worum geht es wirklich?
Was liegt darunter, unter der Oberfläche?

Das ist die richtigen Fragen, die wir uns immer wieder stellen dürfen.
Die Pioneers of Change in Wien hatten Charles Eisenstein aus den USA eingeladen. Ein Vordenker, Autor, Kulturphilosoph – er sprach schon als Redner vor den Occupy-Wallstreet-Bewegung. Ein sehr bescheidener Mensch mit der Gabe, das in Worte und schöne Bilder zu fassen, was wir intuitiv alle spüren. Dass es dabei um eine gloabel Initiation geht, dazu mehr in meinem Video.

Was aus meiner Sicht ein wichtiger Gedanke von Charles Eisenstein war: einige von uns sehen die Erde als ein eigenes Lebewesen und sagen das auch. Aber: wir akzeptieren oft, dass diese Sicht als „spirituell“ bezeichnet wird – oder tun das sogar selbst.
Aber durch die Bezeichnung von etwas als „spirituell“ grenzen wir diese Wahr-Nehmung aus. Wir trennen „die normale Welt“ von der „spirituellen Welt“. Und dabei ist die Wahrnehmung der Erde als Lebewesen beispielsweise viel eher das Normale, das Wahre das das vermeintlich Normale. In unserem Leben, unserem Alltag, unserer Arbeit, haben wir das Heilige, das Wesen-liche, ausgegrenzt. Damit haben wir unsere Wahrnehmung auf die Materie begrenzt, auf die Welt der Dinge, auf die 3-D-Welt.
Wenn wir alles, das Lebendige, das zu Würdigende, das Gegenüber in allem wieder erlauben und als selbstverständlich ansehen, dann werden wir wieder ganz. Weiterlesen

Klimawandel – innen und außen

Ich war letzten Freitag auch auf der Klima-Demo, es war meine zweite. Bei der ersten im März war ich total geflasht, woher in unserer etwas konservativen Kleinstadt im Lieblichen Taubertal plötzlich 700 SchülerInnen auf der Straße herkommen!
Jetzt, ein paar Monate später, waren es nur halb so viele Teilnehmer.
Von einer bestimmten Schule waren gar nur noch 7 Schüler dabei statt vorher ca. 200.

Aber darauf kommt es nicht an.
Es kommt aufs Weitergehen an.
Auch, wenn es anders ist als beim Mal davor.

Die Menschen, die da sind, sind genau die richtigen.“
Rob Hopkins, Transition Town Gründer

Auch Du darfst weitergehen

Wir wissen noch nicht genau wie das aussehen wird, wo wir hingehen. Das ist so im Neuland. Das Entscheidende ist unsere Hoffnung und innere Gewissheit, dass etwas Neues möglich ist. Und dass wir uns dieser Hoffnung, dieser inneren Gewissheit orientieren und uns darin immer wieder bestärken.
Auch Du darfst weitergehen. Egal, was bei Dir gerade dran ist. Auf dem Weg in Dein persönliches Neuland. Weiterlesen

Befreiung vom Sklavenbewusstsein

Große Dinge brauchen Zeit. In mir hat ein Wandel stattgefunden, der sich über Jahre angebahnt hat – nun ist er eingerastet und auch in meinem Bewusstsein gelandet. Er verankert sich gerade wieder neu im Körper und in meinem Alltag:
Ich bin gefühlt durch ein Nadelöhr gegangen, und mein Selbst hat sich von meinem Ego emanzipiert.

In die Größe gehen

Mit „Selbst“ meine ich die stille Seite in uns, das tiefe Wissen, die berührbare Seite, die leise Stimme, das feine Gespür dafür wie es eigentlich gehört, auch wenn es unbequem oder traurig oder unangenehm ist. Aber halt wahr.
„Selbst“ meint die Seele, unsere Verbindung zum Göttlichen.
Das Sein, das einfach da ist, die Stimme der Wahrheit, die tiefe Verbundenheit mit dem, was ist. Sie darf wieder das Ruder übernehmen. Still und klar. Sie darf jetzt die Führung übernehmen und sich nicht mehr beirren lassen. Das ist die Herausforderung. Jeden Tag.
Viele von uns ahnen, dass es Zeit ist, endgültig den Schritt in die Freiheit zu gehen – und in die eigene Größe. Weiterlesen

Worauf wartest Du noch?

Heute geht es darum, loszugehen – auf eine äußere oder innere Reise. Was ist bei Dir dran?
Über eine äußere Reise schreibe ich im ersten Teil, weiter unten erzähle ich von meiner inneren Reise und vielleicht ist das auch was für Dich?

Reise im Außen
Dass Björn-Michael eine innere Ahnung hat – und dann bereit ist, loszulegen, das hat mich sehr gerührt. Ich finde: wir brauchen gerade dann Unterstützung, wenn wir noch am Beginn sind, am Wachsen und wenn wir gerade Neuland betreten. Deshalb unterstütze ich ihn gern und schreibe über seine ganz besondere Reise:
Björn-Michael radelt los: mit seiner Empathie-Radtour 2019. Start ist am 1.8.2019. Und am 10.8. ist er in Düsseldorf und am 25.8. ungefähr wieder zurück. Klimaschonend unterwegs zu sein war Björn-Michaels Wunsch. Und da er seit ein paar Jahren mit seiner Frau und 9jähriger Tochter in Cambridge (UK) wohnt, wird es jetzt eine Radtour von UK nach Düsseldorf und zurück. Björn-Michael ist ein eher introvertierter Mensch, der seine Qualitäten durch die Radtour auf eine größere Bühne bringt. Also: nicht jede/r muss einen Online-Kongress machen, um Neuland zu betreten ;)

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Von der Überforderung in die Krise, und zur Ernte?

Ich habe schön länger nichts geschrieben. Es kommt mir vor wie ein „Kreativitäts-Stau“: So vieles passiert auf verschiedenen Ebenen und über so vieles könnte ich schreiben….aber alles auf einmal geht ohnehin nicht.
Das kennst Du vielleicht auch?
Irgendwie wird das Erleben in der heutigen Zeit immer dichter, intensiver – von außen gesehen schneller. Und wir kommen kaum hinterher., das zu sortieren. – Wenn dann noch eine zwischenmenschliche Eskalation – ein Fehler – eine Sache, die nicht gut läuft – eine Situation, die uns entgleitet – dazukommt, dann herzlichen Glückwunsch….Dann ist die Überforderung oder die Krise da.
Naja, und das „herzlichen Glückwunsch“, das meinen wir eigentlich in diesem Kontext ironisch. Aber: ich meine es jetzt auch ernst….!
Denn es ist zugleich eine besondere Chance.

Überforderung + meine WegbegleiterInnen-Gruppe
Kürzlich ist meine Online-Gruppe nach 4 Monaten gemeinsamer Reise ins Neuland geendet. Wir waren eine Gruppe von dreizehn Frauen (+ ich) und einem Mann und sind auch in Phasen gewesen, in denen wir in diese Bereiche der Überforderung hereingekommen sind.
Auch ich als Gruppenleiterin. Ich wollte natürlich alles gut im Griff haben; ich wollte allen eine so angenehme Reise wie möglich bieten – und eine bestmögliche Erfahrung im Neuland.

Und was ich feststellte: Das geht gar nicht:
Denn das Neuland und die Überforderung gehören zusammen – genau dadurch wachsen wir.
Genau dadurch öffnen sich Türen. Genau dadurch kommen wir uns und einander näher. Genau dadurch können wir Zugang zu einer neuen Ebene bekommen.
Das ist in der WegbegleiterInnen-Gruppe geschehen.
Und ich bin immer noch erstaunt, berührt und demütig zugleich, auf welche tiefen Prozesse sich die WegbegleiterInnen in der Gruppe eingelassen haben, welche gegenseitige Unterstützung da war und welcher Wandel, welche Veränderungen, welches Wachstum stattfinden konnte!
Das waren aus meiner Sicht wahrliche Neuland-Erfahrungen, die dort stattgefunden haben! Und das hat mein Herz sehr erfreut.
Es spricht auch sehr für die Teilnehmenden, für den Mut, das Einlassen und gegenseitige Respektieren aller Beteiligten! Dank Euch nochmal!

Ja, ich habe wieder gemerkt: in einer solchen Welt möchte ich leben – in der wir so unterwegs sind! In der wir so in Schulen, Familien, Firmen, Behörden…miteinander umgehen. – Ist das möglich? Können wir sogar so arbeiten?

Ein Video: Überforderung – Krise – Chance
Ich teile mal hier ein 7-min Video mit Dir, das ich zu der Zeit aufgenommen habe, als es gerade um das Thema „Krise, Überforderung, meine Rolle“ ging. In der Zeit war ich gerade auf einem Treffen von Wirtschaft + Spiritualität (spirit plus e.V.) gewesen. In dem Video merkst Du wie eine Krise und eine Überforderung zu einer Chance werden können und uns zu einer Ernte führen können


Apropos Ernte: hier kannst Du das Feedback lesen, das ich aus der WegbegleiterInnen-Runde bekam. Und ich finde, würdigen gehört dazu. Feiern ist würdigen, ernten. Also hab gern Anteil, wenn Du magst:
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Du darfst….!

Du darfst …durchatmen – und Dich zurücklehnen.
Du darfst bei Dir sein,
ganz bei Dir, für diesen Moment.
Du darfst eintauchen und ankommen.



Du darfst Dir jetzt erlauben, Erwartungen nicht zu erfüllen.
Du darfst alles da draußen auf sich beruhen lassen – und den Sog eines Vakuums spüren.
Du darfst anders sein. Denn Du bist anders…!

Du darfst Dir erlauben, stehen zu bleiben.
Du darfst nach innen gehen und die Stille ertragen.
Du darfst langsam werden.
Keine Antwort geben. Keine Antwort wissen. Raum lassen. Warten, was kommt.

Du darfst Dir erlauben, innerlich weich zu werden, darin berührbar zu sein. Du darfst Dich anderen so zeigen – genau so.
Ihre Irritation sieh als Kompliment für Dein Vermögen, neue Räume betreten zu haben.

Du darfst eine neue Richtung wagen – unbekannt.
Und Du darfst gehen. Schritt für Schritt – ohne genau zu wissen wohin.
…die Sorgen am Rand einfach freundlich grüßen, stehenlassen und passieren. – Worauf wartest Du?

Und: Du darfst zurückschauen und sogar Deine Geschichte neu schreiben! Auch dort in eine neue Richtung abbiegen.

Du darfst das, was Du gebraucht hättest, hinzufügen.
Und das, was zu viel war, mit einem „Das-ändere-ich-jetzt!“ wegzaubern.
Du darfst Dir das Schöne ausmalen, das Du gebraucht hättest:
Würde, Gehalten-Werden, Schutz und Zartheit, Erkannt-Werden, stille und laute Freude, Du-sein-dürfen, genug Raum für Neugier und Lebendigkeit.
Du darfst das Leben jetzt so gestalten, dass es Dich einladen würde – auch im Rückblick!
Wenn ich das tue – mein Leben neu ausmalen – dann begegnen sich Sinken und Aufrichtung.
Und ein stilles Lächeln huscht über meine Lippen und trifft auf die Tränen meiner Rührung.

So schaffe ich Frieden in mir.
Frieden mit meiner Vergangenheit und einen Ruhepunkt, von dem aus ich gut in die Welt schauen kann. Und gut losgehen kann.
Vielleicht gleich – vielleicht morgen – vielleicht dann, wenn es Zeit ist.

Mit diesem Frieden kann ich die Welt um mich segnen – die Pflanze vor mir, den Vogel im Baum oder das Wasser im Fluss.
Sie tragen diesen Segen weiter in die Welt hinaus.
Und wieder ein Lächeln über meinen Lippen…

Ja, Du darfst all das. Denn so beginnt Großes.

Sei von Herzen
gegrüßt von
Birte Frederike*

*Teil meiner neuen Geschichtsschreibung ;)

Haben wie die innere Ausrichtung verloren?

Ich habe in meiner laufenden WegbegleiterInnen-Gruppe viel über unsere innere Ausrichtung gesprochen.
Die Ausrichtung ist für mich die Basis, wenn ich im Neuland unterwegs bin

„Deine einzige Pflicht, wenn das Leben Dich sehr fordert:
Wende Dein Gesicht zur Sonne.“

…So habe ich es mal formuliert.
Die Sonne steht für mich für Licht, Wärme, Liebe. Ich kann mich innerlich zur Sonne und mir vorstellen, dass sie auf mich scheint und mich innerlich wärmt. All meine Fragen, Sorgen, Gefühle kann ich in dieses Sonnenlicht stellen. Letztlich ist die Sonne die Kraft des Lebens selbst, die große göttliche Kraft – sie ermöglicht das Leben und ist auch die liebende, ordnende Kraft dahinter.

Und diese Ausrichtung haben wir aus dem Blick verloren.

Wir suchen hier und da. Wir probieren dies und das. Wir machen alles Mögliche. Wir essen, wellnessen, surfen, liken, shoppen im Netz.
Wir suchen im Außen.
Und dabei ist es innen zu finden: indem ich innehalte und mich wieder auf diese große und ordnende Kraft des Lebens beziehe.

Indem ich oft nicht weiß wie – aber die Absicht und die Ausrichtung auf das, was Leben, Wärme und Ordnung spendet, ist die Weichenstellung, die mir hilft!
Dort kann ich so sein wie ich gerade bin, mich so fühlen wie ich mich gerade fühle – und alles kann sich ordnen, zu Boden sinken, ich kann mich zurücklehnen und loslassen und innerlich weich werden, durchatmen.

Es tut gut und es hilft mir, wenn ich mich im Laufe des Tages stets wieder innerlich ausrichte, ruhig werde, in meinen Körper spüre, mich wärmen lasse und für einen Moment im Licht der Sonne verweile. Und einfach atme.

Ausrichtung – so geht’s

  1. Halte kurz inne – das geht überall, jederzeit
  2. Richte Dich innerlich aus zur Sonne, zur lebensspendenden Kraft
  3. Lass die Sonne in Deinen Körper scheinen
  4. Falls Unruhe, Dumpfheit oder ein Gefühl da ist: unterscheide: Du hast vielleicht dieses Gefühl – aber Du bist nicht dieses Gefühl!
  5. Lass Dich und alles in Dir von der Wärme berühren und atme die Liebe, die Wärme, die Sonnenstrahlen ein
  6. Du brauchst nichts weiter zu tun

Wenn es nicht klappt, was dann?

Manchmal kann es sein, dass ich keinen Bezug bekomme und dass ich die Ruhe, die Wärme in mir nicht spüren kann. Das kann daran liegen, dass ich gerade in einer Trennung vom Leben bin, dissoziiert.
Leider ist diese innere Trennung eher das „Normale“ in unserer Gesellschaft. Deshalb fällt es uns nicht auf – weil ja alle oft so sind.

Bei den vielen 1:1 Wegbegleitungen in den letzten Monaten stelle ich fest: gleich zu Beginn des Lebens sind viele von uns schon auf eine Trennung vom Leben gestoßen. Viele sind schon im Mutterbauch oder als Säugling nicht willkommen gewesen und nicht mit Wärme, einer inneren Zuversicht und einem „Ja“ zum Leben empfangen worden.

Wie wir aus der Traumaforschung wissen, bewirkt das bei den noch ganz offenen, auf Schutz und Halt angewiesenen jungen Erdenwesen einen Dauer-Grund-Stress im Nervensystem. Es kann deshalb sein, dass sich das Leben dann später zwischen den zwei Polen „ funktionieren + getrieben-sein “ und „auf dem Sofa abhängen + nichts tun wollen“ abspielt.
Das sind die Pole der Über- und Unterregulierung des Nervensystems.

Was in dieser Verlorenheit zwischen den zwei Polen hilft ist: ein Gegenüber.
Eine Person, die da ist. Und die ermöglicht, dass ich mich spüren – und mit mir in Kontakt kommen kann.

So hilft die innere Ausrichtung

Mir hilft deshalb die innere Ausrichtung. Sie ist wie eine Erinnerung und eine Weiche, die ich mir immer wieder stelle.
Es ist ein erstes Gegenüber, ein erstes „Du“ – und eines, das bedingungslos da ist, jederzeit, ganz für mich. Auch wenn die Sonne gerade nicht sichtbar ist – kann ich sie mir vorstellen, ihre Wärme, ihr Licht, denn irgendwo da draußen ist sie. Und zugleich helfen mir andere Menschen, die ebenfalls in dieser Ausrichtung sind.

Denn wir leben in einer Zeit, in der wir alles „machen“ wollen.
Aber darum geht es nicht.

Es geht darum, dass wir wieder zurückfinden in die innere Ausrichtung.
Dass wir die Führung übernehmen und der Sonne entgegen segeln.
Anstatt uns von den Stürmen der heutigen Zeit auf der Weite des Meers hin- und her treiben zu lassen. Und anstatt uns sagen zu lassen, wie wir sein müssten, wie es andere machen, was wir am besten kaufen oder liken könnten.
Die Sonne ist immer da – auch wenn gerade Wolken dazwischen sein mögen!
Also: innehalten – ausrichten – innere Berührung spüren und atmen – nichts weiter tun

Hilft mir das in meinem praktischen Leben??

Wir sind mit allen möglichen Dingen in unserem Alltag beschäftigt. Vielleicht fragst Du Dich: „… mich innerlich ausrichten – und dann soll alles gut sein…?!“

Und wenn wir ehrlich sind:
wir haben lange genug alles andere unternommen, waren lange genug getrieben und hier und da beschäftigt, um irgendwo hinzukommen.
Es war ganz schön anstrengend.
In unserem Job laufen wir im Hamsterrad. In Sachen Klimaschutz sind wir gesellschaftlich nicht wirklich vorangekommen. Es gibt immer noch viele Kriege auf der Erde. Die Schere zwischen Arm und Reich wird nicht kleiner.
Aber all das heißt nicht, dass wir uns noch mehr anstrengen müssen, noch getriebener sein müssen. Im Gegenteil. Genau deshalb ist Zeit zum Innehalten und Ausrichten

Wenn wir aus der Sicht des großen Ozeans mit seiner unendlichen Weite, seinen Untiefen, Stürmen und Strömungen schauen – wie soll es da jemals anders sein als ein Getrieben-sein auf dem großen Meer…?
Aber wenn wir aus Sicht der Sonne schauen, dann ist es klar:
„Schau hierher – von hier kommt das Licht, die Wärme, das Leben!“

Das Ausrichten heißt, dass wir nichts tun müssen – nur spüren wie es uns innerlich geht und wir ahnen dann: irgendwie geht es weiter.

Es hilft uns, dass wir uns trauen zu Fragen zu stellen – auch wenn es unüblich ist.
Es hilft uns, dass wir nicht mehr „ja“ sagen, wenn uns nach „nein“ zumute ist.
Es hilft uns, dass wir in Verbindung gehen – auch wenn alles uns in die Trennung drängt.
Es hilft uns, zu äußern, dass wir uns sehnlichst etwas Neues wünschen.

Es baut uns auf. Und bringt uns in Verbindung.
Wir sind nicht allein.
All das birgt eine Kraft, die nicht zu unterschätzen ist.

Deshalb:
„Deine einzige Pflicht, wenn das Leben Dich sehr fordert:
Wende Dein Gesicht zur Sonne.“

Lass uns zur Sonne schauen und in diese Richtung segeln! :)

Hinterlass gern einen Kommentar oder trau Dich zu fragen.

Von Herzen, Birte

Was ist das „Neuland“?

Du bist schon länger auf der Suche und merkst: es muss auch anders gehen…. ! Du willst Neuland betreten.
„Neuland“ ist für mich etwas ganz Besonderes! Du trägst damit zum Großen Wandel bei.
Ja, irgendwann kommt der Zeitpunkt, da gilt es, Schritte zu gehen, Auszuprobieren, das Neue zu leben.
Ich hatte letzten Mittwoch einen Schnupperabend für Menschen, die sich auch ins „Neuland“ bewegen – und gerne nicht ALLEIN.

Wenn wir neue Wege betreten – sei es in Bezug auf Sinn, Gesundheit, Familie, Beruf, Sein – treffen wir machmal auf Unverständnis. Wir hören – oder wir denken auch selbst – wir seien naiv, sorglos, realitätsfern.

Neuland – wie funktioniert das?

In unserer Gesellschaft sind wir es gewohnt, uns „nach vorn“ zu bewegen. Wir wollen stets irgendwo hin: Schulabschluss, eine neue Stadt, eine Beziehung, einen anderen Job, mehr Kunden… Im Neuland verlassen wir diese Logik.
Wir betreten Neuland, wenn wir eine neue Ebene betreten:

  1. erkennen: „So wie es bisher ist, geht es nicht mehr weiter“
    Es ist ein inneres Aufgeben. Manchmal ist das ein sehr tiefes Gefühl.
  2. bei mir ankommen
    Das ist ein Dableiben, ein Ankommen im Körper, Nichts-Tun-Wollen, einfach Sein und alle Fühler wieder in mein Inneres einsammeln.
    Ich bin dann nicht gut „da draußen“ in der Welt aufgehoben, es braucht keine weiteren Ziele, sondern Stille oder Natur.
    Nur hier ist der Zugang zur neuen Ebene, hier ist die Tür.
  3. „Warten“ und „Mut“ unterscheiden
    a) In mir braucht es ein Warten während etwas in mir wächst. Das verlangt Hingabe, Vertrauen, Zuversicht. Dazu brauche ich die Kompetenz, Spannungen aushalten zu können, wenn etwas in mir schon drängt, ein „Ergebnis“ nach außen zu bringen.
    b) Es braucht außerdem Mut. Mut, zaghafte Wünsche und Impulse nicht wegzuwischen, sondern sie ernst nehmen. Neues wird möglich, Eingebungen, Lösungen, die bisher nicht auf dem Schirm waren.
    c) Das Unterscheiden: Wann braucht es Warten/Hingabe – und wann braucht es Mut – ist oft nicht so einfach. Das liegt daran, dass unsere bisherigen Prägungen uns verwirren. Unser Kopf und auch die Emotionen sind kein so hilfreiches Instrument zur Unterscheidung. Es geht mehr um eine tiefere Wahrheit und einer größeren Kraft, der wir folgen dürfen.
  4. mich mit anderen verbinden Denn das hilft mir. Menschen, die auch im Neuland unterwegs sind, und die lernen, sich neu in der Welt zu bewegen, tun gut. Wir sind soziale Wesen und unsere Nervensysteme sind dafür angelegt, sich gegenseitig zu stabilisieren und voneinander zu lernen. Wenn ich so Neuland betrete und die Ebene wechsele, dann lebe ich stetig mehr von innen nach außen.
    Es ist nicht so, dass ich einmal die Ebene ins Neuland wechsle – und das war´s dann!
    Es ist eher wie ein neuer Modus, den ich von da an mehr und mehr lebe und in dem ich mich schließlich immer sicherer fühle.

Hilft es, meine Bestimmung zu kennen?

Viele Menschen fragen nach ihrer Bestimmung. Sie möchten ein Ziel haben, auf das sie sich zubewegen können.
Allerdings: das allein ist noch nicht das Betreten von Neuland!

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich wüsste, dass es meine Bestimmung wäre, die Menschen mit Hilfe von Musik zu berühren.
Dann kann ich die Bestimmung auch auf der bisherigen Ebene ansteuern, nämlich im üblichen Vorwärts-Gang: Musikausbildung und dann Konzerte geben. Das kann ganz schön anstrengend und aufreibend sein. Ich werde zwar spüren, dass ich tue, was ich liebe.
Ich bin aber weiter in der Vorwärtsbewegung und irgendwann womöglich ausgelaugt und mich kann weiter die Sinnfrage meines Tuns quälen.
Nur, wenn ich die innere Tür zur neuen Ebene finde und nutze,
betrete ich Neuland, und meine Bestimmung erblüht. Und ich auch :)

Wie verfolge ich ein Ziel im Neuland?

Es ist völlig in Ordnung Wünsche oder Ziele im Neuland zu haben: zum Beispiel eine berufliche Tätigkeit, die für mich erfüllt; eine Partnerschaft oder Familie, die mich wachsen lässt; finanzielle Quellen, so dass ich gut versorgt bin; ein Vorhaben, mit dem ich Sinn in die Welt zu bringe.
Das Universum braucht eine Richtung von uns, denn wir erschaffen unsere Realität.
Aber was es braucht, ist nicht die Haltung „Wenn ich….erreiche, dann…..“.

Die Neuland-Haltung beinhaltet beides:
a) Das Wünschen – wie Kinder zu Weihnachten. Wünschen ist erlaubt, ob es genau so in Erfüllung geht, ist eine andere Sache.
b) Das Loslassen – weil ich die großen Zusammenhänge nicht kenne und mein Verstand schon gar nicht.

Heute läuft die Anmelde-Frist für meine kleine, feine WegebegleiterInnen-Gruppe aus. Aktuell sind noch Restplätze frei – mehr Informationen findest Du hier.
Wenn Du lieber ein 1:1 Gespräch mit mir vereinbaren magst, ist auch das möglich. Melde Dich gern.

Kommentiere gern, welche Erfahrungen Du mit dem Wünschen und Zielen im Neuland gemacht hast!
Meine besten Herzenswünsche an Dich und Deinen Weg,
Birte

Von der Taubheit zum Erblühen

Ich bin über den Jahreswechsel sehr viel unterwegs gewesen – äußerlich. Innerlich ich bin eine Ebene tiefer in mich eingetaucht. Das fühlte sich zunächst dumpf, orientierungslos, leer und überfordernd an.
Wie diese Erfahrung jetzt zu Humus wird, auf dem neue Blüten wachsen können, darüber schreibe ich hier.
Es ist zugleich eine Einladung, Deine Blüten in 2019 erblühen zu lassen! Siehe mein 3-min Video unten im Beitrag.

Die Taubheitsschwelle
Clinton Callahan spricht von einer „Taubheitsschwelle“ die wir in unserem gesellschaftlichen Miteinander haben. Sie sorgt dafür, dass wir nur oberhalb dieser Schwelle miteinander umgehen, also ohne wirklich innerlich in Berührung zu sein. Das empfinden wir in unserer Gesellschaft als „normal“. Es ist die Norm. Nährend ist das nicht.
Immer, wenn ich Menschen in den letzten Wochen traf, fragte ich mich: spüre ich mich wirklich selbst? Und wenn, wie? Was passiert in meinem Körper? Wann spüre ich mein Gegenüber wirklich? Ich fragte mich auch: kann ich Kontakt, wahre Begegnung – falls sie da sind – wirklich zulassen? Kann ich darin wirklich weich werden?

Ehrlich gesagt: noch nicht so ganz…. ;)
Vor allem merkte ich: mein Herz ist noch dumpf mir selbst gegenüber. Es ist noch ein Schleier auf meinem Herzen von inneren Gewohnheiten, die sich immer wieder einschleichen und mit einflüstern:
…das ist so!“,
ich tue immerhin etwas….“,
das ist wichtig, also sollte ich…..“,
was stelle ich mich da so an…?!“,
Und ich erkannte: All das bewirkt diese Taubheit auf meinem Herzen. Genau diese Gedanken und Gewohnheiten! …genau dieser innere Umgang mit mir selbst! Und in der Tiefe ist meine Taubheit gepaart mit einem Getriebensein:

„Wenn ich überleben will, dann muss ich etwas dafür TUN“.

Wenn Du dies liest, dann Du kannst das für Dich variieren:
Vielleicht heißt es bei Dir:
„Wenn ich überleben und dazugehören will, dann muss ich…erfolgreich sein, …Geld verdienen, …einen Partner finden, …das für meine Familie tun, …das für meine Gesundheit tun….

Die Leistungsgesellschaft in mir
Tja, da ist es wieder: das Tun-müssen! Bei dem Satz „Wenn ich überleben will, dann muss ich etwas tun.“
Und – ganz ehrlich – genau DAS ist die Leistungsgesellschaft in mir.

Gott,
schenke mir Gefühle,
die aus meiner Dumpfheit, meiner Taubheit, meinem Nebel auftauchen.
Schenke mir das Sehen, das ich brauche,
um offen und bereit zu sein,
die Mauern und Fassaden zu durchdringen und das gewohnte Spiel aufzugeben.
Ich stimme zu und werde innerlich weich.
Schenke mir das Fühlen.
Schenke mir Berührung.
Und schenke mir die Fähigkeit,
einen warmen Blick oder eine Geste der Dankbarkeit
wirklich anzunehmen und an mein Herz zu lassen.

Wo kommt das her?
Ich bin in einer ganz normalen, netten, mittelständischen Familie aufgewachsen.
Äußerlich alles gut. Innerlich: funktionieren, machen, normal sein, sich bemühen, anderen gerecht werden, schauen, dass es allen gut geht, keiner zu kurz kommt, niemand in Mitleidenschaft gezogen wird, alle nett sind, alle gesund sind. – Puh, selbst wenn ich das schreibe, werde ich dumpf. Das ist so subtil, so verwoben. Und doch ist es nicht ok. Das ist nicht Leben! Das ist nicht Lebendigkeit. Das ist nicht das Sein

Ich darf mir eingestehen:
Das war nicht OK, dass ich das erleben musste. Das ist schon mal ein Schritt: Es nicht mehr verstehen, entschuldigen, rechtfertigen, für normal halten.
Ich darf mir sagen, dass es nicht OK für mich war.
Es war Gewalt an dem unendlich liebenden kleinen Wesen, das ich war.
Es war Gewalt an dem, was ich mitbrachte.
Es war Gewalt an meinem Sein, Gewalt an meiner Seele.
Es war nicht OK, dass ihr mir das angetan habt.
Was ich erlebte war nicht das, was mich in die Lebendigkeit führte, in ein weiches Herz und in ein warmes, geborgenes Miteinander.

Bevor die Schule begann, hatte ich bereits verinnerlicht, wo die Taubheitsschwelle zu liegen hat und wie funktionieren geht.
Es war anstrengend. Es war hart. Es war schwer.

Es war die Norm
Es war auch die Gewalt meiner Eltern an sich selber…. auch das tut mir weh mit anzusehen, es jetzt zu spüren. Wie viel Gewalt, wie viel Leiden… Über Generationen. Eine ganze Familientradition und -tragödie, in die ich da hineingeboren wurde. Und ich bin ja nicht einmal die Einzige. Das ist ja das, was „normal“ war! Eine ganze Gesellschaft, durchzogen davon…

Jetzt kann ich langsam die Trauer spüren, die Tragödie, die Not, das Leid.

Es ist nicht einfach, das in mir auftauchen zu lassen, mich davon berühren zu lassen. Aber ich lade es immer wieder ein. Es ist gut, die Taubheitsschwelle durchlässig werden zu lassen und das zu spüren. Wenn ich mich an und unter dieser Schwelle bewege, dann ist es für mich erst einmal selbst ungewohnt und neu, oder verboten oder peinlich.

Bei mir reicht das Drama zurück bis zu den Ahnen im Ersten Weltkrieg, bis in ihr Trauma – als nur noch Funktionieren und Überleben zählte. Damals war kein Raum für die Verluste, die Not, die Verzweiflung, die Überforderung, das Drama…. Und es sind keine Einzel-Traumata, sondern die Gesellschaft ist durchzogen von der Schwere der Traumafelder.

Heute nehme ich hinter der äußeren, gewohnten Begegnung mit meinen Eltern oberhalb der Taubheitsschwelle auch eine Wärme, eine Liebe wahr, die durchscheint….zaghaft und unsicher.

Das Wesentliche aber ist….
…die Weichheit in mir, die Berührung, die Tränen und dass ich das jetzt hier schreibe (auch wenn es eine Spur von Peinlichkeit an sich hat), die Begegnung mit anderen darin – das verwandelt meine Taubheit in spürenden, nährenden Humus.
Und: das Leben braucht genau solchen Humus, um darauf zu wachsen!
Ich persönlich bin dankbar für den neuen Humus. Und bald dürfen die Pflanzen und Blüten des neuen Jahres drauf sprießen. :)

Und sehr gern darfst Du daran Anteil haben!
Denn ich bin auch gespannt, was bei Dir weich werden und Dich nähren mag?! Und: welche Blüten wollen 2019 in Deinem Lebensgarten erblühen?!

Möchtest Du…
…Deine Lebensblüten 2019 begießen und erblühen lassen?
Möchtest Du ankommen bei Dir, Humus zum Wachsen bilden, Begegnung und gegenseitige Unterstützung mit Gleichgesinnten erfahren?

Dann ist die WegbegleiterInnen-Gruppe vielleicht etwas für Dich!

Ich bin von Februar bis Juni 2019 mit einer kleinen Gruppe von 12 – 16 WegbegleiterInnen unterwegs. Mehr Infos findest Du hier.
Start ist am Mittwoch, 20.2. um 20 h.
Du kannst Dich jetzt schon verbindlich anmelden, das geht hier.
Oder nimm am Mittwoch, den 30.1. online an dem Schnupper-Treffen teil!
Ich versende kurz vorher den Link – schau einfach in Deine Mails.

Sei von Herzen gegrüßt! Und hinterlass gern einen Kommentar wie es Dir geht – je mehr wir darüber davon nach außen bringen, umso mehr Humus :)
Birte



Einladung ins Neuland – sei 2019 mit dabei!

Das Jahr geht zuende….vielleicht hast Du dieses Jahr die Stimme Deiner Sehnsucht immer deutlicher gehört – vielleicht ruft sie auch Dich ins Neuland? Vielleicht bist Du schon erste Schritte gegangen – wie viele und wie groß sie waren ist egal. Darum geht es nicht.

„Trau Dich. Und vertraue, dass es eine neue Ebene gibt, auf der der Weg liebevoll, heilsam und stärkend ist. – Das ist das Neuland!

Der Verstand mag Fakten fordern, aber das Herz merkt: ja, so darf es endlich sein!
Wenn Du merkst, dass Du diesem Weg in 2019 folgen willst, dann mach Dich auf!

Ich lade Dich ein, nicht alleine unterwegs zu sein! Sei WegbegleiterIn!

Von Februar 2019 bis Juni 2019 bin ich wieder mit einer kleinen Gruppe von WegbegleiterInnen* unterwegs im Neuland.
Nicht nur ich bin Wegbegleitung – auch jede Person, die mitgeht, bringt ihre Stärken und Fähigkeiten ein, wir sind alle WegbegleiterInnen füreiander.
Wir treffen uns vier Monate lang online (alle 14 Tage) und tauschen uns regelmäßig aus wie es uns im Neuland geht. Ich gebe Impulse und nehme auch kurze Videos auf, welche Prinzipien es im Neuland gibt. Denn so vieles ist anders als all das, was wir gelernt haben. Und: Du wählst eine Team-Partnerin, mit der Du gemeinsam unterwegs bist. Du darfst Neues in Dir entdecken und erstrahlen – auf Deine Art. Darum geht es. Die Welt braucht Dich. Mit dem, was Du einzubringen hast.

Am Mittwoch, 30.1. um 20 Uhr gibt es eine Schnupper-Treffen, bei Dem Du kostenfrei vorbeischauen kannst.
Alle Informationen zur WegbegleiterInnen-Gruppe findest Du hier.

Willst Du mal in einen Erfahrungs-Austausch hereinhören? Andrea Breitenmoser hat mich diese Woche zu ihrem „Königinnen-Gespräch“ eingeladen, zusammen mit Alina. Andrea und Alina waren als Wegbegleiterinnen im Team zusammen unterwegs und sprechen darüber, was sie mitgenommen haben und was bei Ihnen zum Strahlen gekommen ist. Auch ich berichte davon wie ich mich mit der Gruppe weiterentwickelt habe.

Ich freue mich, wenn Du am Mi, 30.1. zum Schnupper-Treffen (online) für die neue Gruppe dabei bist! Mehr Infos gibt es hier.

Ich wünsche Dir eine Weihnachtszeit, in der Deine Sehnsucht bei Dir anklopft.
Lass Dich davon berühren und beschenken. Denn das ist es: ein Geschenk….
…In Wahrheit bist DU das Geschenk….mit genau dem, was da bei Dir anklopft  :)

Sei ganz warm-weihnachtlich gegrüßt von
Birte

*Ich spreche immer von Wegbegleiter“innen“ –  in den letzten Monaten war ich mit einer Gruppe aus 12 Frauen unterwegs. Das hat sich so ergeben ohne dass ich eine reine Frauengruppe ausgeschrieben hatte. Und ich glaube, es war kein Zufall. Denn es geht mir tatsächlich darum, eine gestärktes weibliches Prinzip auf die Erde zu bringen:
bevor wir gemäß dem herrschenden Leistungsprinzip loslaufen in die Welt und sie mitgestalten gilt es,
– bei uns anzukommen,
– uns zu verbinden,
– das zu würdigen, was jeweils unseres ist,
– Neues zu nähren und zu schützen, es zu hegen und zu pflegen,
– spielerisch auszuprobieren
.
All das ist verloren gegangen – sowohl den Frauen wie auch den Männern. Und vielleicht merken Frauen das zuerst. Eingeladen sind beide, aber es geht um das :)

Trauma, Soziokratie, Wirtschaft und Spiritualität

So viel habe ich erlebt in den letzten Wochen… Hier sind meine gesammelten „Perlen“ für Dich.
Nimm das mit, was Du an Inspiration gebrauchen kannst…
Und vergiss nicht, auch das zu würdigen, wo Du stehst. Das ist soo wichtig!

Zu würdigen wo ich bin, war auch meine Erkenntnis aus der Online-Konferenz zum Trauma von Sabine Reiner: In mir kam immer mehr ein Nebel auf als die Emails von der Konferenz eintrudelten – und ich fragte mich, was mit mir los war.
Schließlich wurde mir bewusst: der getrennte Teil von mir wurde berührt…. Trauma hat mit Getrenntsein zu tun. Welch Wunder, dass der sich meldete!
Es fühlte sich erstmal nicht so gut an – getrennt eben.
Und was ich dann brauchte, war Wohlwollen mit mir selber.
Und dabei wurde mir klar, dass mein Wunsch „Ich will, dass es mir anders geht…“ schon wieder eine Trennung von mir selber bedeuten würde. Ich merkte: JETZT in diesem Augenblick ist es nicht dienlich, etwas „anders“ haben zu wollen als es ist.
Daraufhin konnte ich auch den Anteil, der sich getrennt fühlte, würdigen, und der Nebel wurde lichter…
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Wie treffe ich Entscheidungen?

Gerade erlebe ich wie schwer es ist, Entscheidungen zu treffen.
Ich selber habe aktuell die Frage, ob ich das Tanztraining, das ich schon viele Jahre mache, aufgebe und mich stattdessen einer anderen Tanzrichtung widme. Puh, das ist eine schwierige Frage für mich.
Und ich merke, dass einige Teilnehmerinnen meiner ersten Schnupper-Online-Treffen für WegbegleiterInnen jetzt ebenfalls vor einer Entscheidung stehen: ins Wasser springen oder nicht?

Deshalb will ich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen einmal etwas tiefer einzusteigen: „Wie treffen wir Entscheidungen?“ Dazu habe ich Euch auch ein Video (hier klicken) dazu aufgenommen, aber weiterlesen geht natürlich auch ;-)

Abwägen

Früher habe ich Pro und Contra-Listen geschrieben und alle Punkte gesammelt, die für das eine oder das andere sprechen. Es gab mir eine Orientierung – aber geholfen hat es nur bedingt…
Dann habe ich eine Münze geworfen oder ein Los gezogen – und wenn ich merkte, dass ich mit dem Ergebnis sehr unzufrieden war, war es halt die andere Option ;-) Aber auch das war nur halbwegs hilfreich.
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Es braucht gerade Dich!

Was wäre, wenn Du eine Kostbarkeit in Dir trägst?
Eine Kostbarkeit, die durch Unbill, Leid und ein Gefühl von Verloren-Sein sogar besonders kostbar geworden ist?

DANKE

dass Du das Schwere so lange getragen hast.
Danke,
dass Du nicht aufgeben hast.
Danke,
dass Du soo viel probiert hast.
Danke,
dass Du immer weitergegangen bist.
Danke,
dass Du hellhörig geworden bist, feinfühlig, feinsinnig, achtsam, unangepasst, wählerisch, eigensinnig, spielerisch, naturverbunden, tief, langsam, berührbar.

Denn das ist es, was die Welt braucht.
Genau das.
Und sie braucht Dich – mit diesen Qualitäten. Weiterlesen