Wie kommen wir auf eine neue Ebene?

Ich folge gerade dem Pioneers of Change Summit – sehr empfehlenswert! www.pioneersofchange-summit.org
Es kommen dort viele Gesprächspartner zu Wort, die sich dafür einsetzen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen: Sozialunternehmer, Visionäre, Vorreiter, Träger des Alternativen Nobelpreises, global Engagierte.

Ich fühle mich ganz geehrt, dass ich in einigen Monaten quasi das Nachfolgeprojekt machen werde: Ich frage dabei, wie es mit unserer Leistungsgesellschaft weitergehen kann 😉

Die Pioniere des Wandels in dem Kongress, dem ich gerade folge, bringen so viele inspirierende Funken in die Welt. Wie schön, dass es diese Menschen gibt!
Wie wertvoll ist das, was sie in die Welt bringen!
Wie kostbar ist es, dass sie uns zeigen: schau mal, es geht – folge deinem Herzen!

Eine Frage, die mich bewegt

Ich frage mich dabei: ist das also der Weg, der uns auf eine neue Ebene bringt:  Herzensinitiativen zu starten und z.B. ein Social Business zu gründen?
Ist das der Weg, der unsere Leistungsgesellschaft auf eine neue Ebene bringt?

Meine Reaktion

Spannend war, dass ich beim Zuhören der Interviews mit den Vorreitern, die so viel bewegen und so tolle Initiativen gegründet haben und erfolgreiche Business-Start Ups vorweisen konnten, dumpf wurde.
Ich fühlte mich klein und unbedeutend. – Was hatte ich zu bieten? Welches funkelnde Ergebnis konnte ich vorweisen?…

Dann wurde mir klar: vielen von Ihnen es darum, eine neue Welt zu machen.  –
Und mir scheint genau das zunächst normal, als gehöre es so. Als sei das die Lösung: dass wir etwas tun (müssen), um eine bessere Welt zu erschaffen.

Das alte Muster

Da spüre ich in mir: es scheint logisch, aber es ist wieder das „Machen“…
Das Machen verlangt, auf ein Ergebnis zuzustreben, das erreicht werden soll, erst dann ist es gut, sind wir gut. Es zieht uns nach Außen, ins Tun. Und es hat die Angst im Handgepäck, dass ich/wir doch bitte machen sollen…. und wenn nicht…. Und dass das, was wir tun, wo wir stehen, wer wir sind… nicht in Ordnung ist…dass wir woanders sein müssten.

Mir wird bewusst: das kenne ich – aus dem Muster will ich doch raus… Selbst wenn das Schild „für eine gute Sache“ draufklebt, ist es noch dasselbe Strickmuster.

Ich spüre die Ratlosigkeit, Erschütterung und die Aussichtslosigkeit, die darin liegt.
Wie kann sich etwas ändern mit unserer Situation, in der wir sind – wenn nicht über das Tun und Aktiv-Werden?

Wie können wir mit der Leistungsgesellschaft eine neue Ebene betreten?
Was kann ich – was kannst du – was kann jede/r dazu beitragen?

Tatsächlich eine neue Ebene betreten

Ich schaue auf den Anfang meines Textes, mit dem ich heute morgen angefangen habe zu schreiben als ich vor dem leeren Bildschirm saß. Da steht die Antwort ;-):

Wie ungewöhnlich. Normalerweise weiß ich worüber ich schreiben möchte, es hat sich in mir angebahnt, entwickelt…und ist da, wenn ich es brauche. – Jetzt aber ist da kein Thema, das auf der Schwelle sitzt und abgeholt werden will und keine Worte dazu, die das Licht des Bildschirms sehen wollen.
Und doch schreibe ich jetzt. Denn die Liebe möchte stets Raum, möchte in die Welt, möchte sich einen Weg bahnen zu uns, durch uns, mit uns. Also gebe ich ihr den Raum.
Ich lasse alles sich setzen, wie in einer aufgeschütteten Kaffeetasse mit einem Mokka. Irgendwann sortiert sich das Krümmelige und die Flüssigkeit. Das Feste setzt sich. Es wird klarer. Es duftet. –
Ich sehe den Frühling auf meinem Balkon. Müssen wir etwas tun für den Frühling? Was muss ich tun?
Wie geht es, wenn ich, wenn wir in etwas Neues gehen wollen. Es gibt noch keine Form, keine Struktur.
Es gibt keine Garantie, keine Sicherheit, keinen Plan, was wann von wem zu tun ist.
Aber es gibt eine Ahnung, ein Gefühl, eine Neugier, ein Interesse, die Freiheit und den Mut des einzelnen. “

So ist es, wenn wir Neuland betreten.
Wenn wir tatsächlich eine neue Ebene betreten:
Das Tun ist nicht alles. Es folgt und braucht einen Grundklang des Lebens und der Liebe, dem es entspringt. Dann entfaltet sich das Tun wie von allein. Es blüht auf durch uns. Es ist dem Wind und Wetter ausgesetzt. Es braucht Nahrung.

Wir brauchen dabei einander.
Wir brauchen die Geduld, dass in uns etwas schlummert.
Wir brauchen die Wärme und das Licht draußen, dass es jetzt die richtige Zeit ist.
Wir brauchen Vertrauen – in uns – und in ein Umfeld, das unsere zarten Anfänge begrüßt.
Wir brauchen den Mut und das Lösen aus dem Alten.
Wir brauchen die Liebe im Herzen.
Und dann kann Neues auf der Erde wachsen.

Wenn du an dem Punkt stehst, an dem du aus Altem heraus möchtest, dann ist das wundervoll und so kostbar!
Es ist mir ein großes Anliegen, dass Menschen aufbrechen und die nächste Ebene erreichen.
Denn dann kann ein neuer Wind durch dich in die Welt wehen und du bist dann ganz DU.
Melde dich dafür gern zu einem Kennenlern-Austausch bei mir.

Schreibe einen Kommentar