Es braucht gerade Dich!

Was wäre, wenn Du eine Kostbarkeit in Dir trägst?
Eine Kostbarkeit, die durch Unbill, Leid und ein Gefühl von Verloren-Sein sogar besonders kostbar geworden ist?

DANKE

dass Du das Schwere so lange getragen hast.
Danke,
dass Du nicht aufgeben hast.
Danke,
dass Du soo viel probiert hast.
Danke,
dass Du immer weitergegangen bist.
Danke,
dass Du hellhörig geworden bist, feinfühlig, feinsinnig, achtsam, unangepasst, wählerisch, eigensinnig, spielerisch, naturverbunden, tief, langsam, berührbar.

Denn das ist es, was die Welt braucht.
Genau das.
Und sie braucht Dich – mit diesen Qualitäten.

„Trauma hinterlässt in uns die Illusion, dass wir getrennt und isoliert sind“ Dami Charf

Die Trauma-Expertin Dami Charf war eine meiner Sprecherinnen auf meinem Online-Kongress.
Mir geht es darum, dass wir den Blick heben und erkennen, warum es vielleicht gerade Menschen mit dieser Erfahrung braucht und welche Kostbarkeit in schwierigen Erfahrungen liegt.
Unsere Gesellschaft ist viel von Trauma geprägt – in verschiedenster Hinsicht. Jetzt ist die Zeit zu verstehen welche Chance darin liegt.

Was braucht es für einen Gesellschafswandel?

Ich habe mich schon viel mit dieser Frage beschäftigt und 30 Sprecherinnen dazu befragt.
Ich sage heute: Es braucht Menschen, die den Schmerz spüren, dass die Art wie wir leben, wie wir arbeiten, wie wir mit Kindern umgehen, wie wir mit der Natur und mit Tieren umgehen, wie wir unsere Körper benutzen – dass all das nicht guttut.

Es braucht Menschen, die sich nicht zufrieden geben mit dem, was ist.
Es braucht Menschen, die da Fragen stellen, wo andere es nicht tun.
Es braucht Menschen, die da aufstehen und für sich sorgen, wo andere es bisher nicht taten..
Es braucht Menschen, die liebevoll mit sich selbst sind, auch wenn die Umstände anderes zu verlangen scheinen.

Ist das wirklich normal?

Wenn wir merken: „ich fühle mich anders“. Dann ist genau das ist unsere Qualität.
Wir spüren den Schmerz, der da ist, wenn etwas unstimmig ist. Wir spüren eine Lieblosigkeit, eine Leere, eine Geringschätzung, eine Trennung.

Es gilt zum Beispiel als normal, dass wir in der Arbeitswelt „professionell“ auftreten.
Meistens heißt das, dass wir unsere Gefühle und unsere Berührbarkeit bitte nicht mit der Arbeit vermischen. Ich spreche manchmal von einer „Mentalisierung unserer Welt“ – wie sie sich auch in der Politik oder in Talk-Runden zeigt.
Ich persönlich spüre oft: die reine Begegnung auf der mentalen Ebene tut weh – sie lähmt, macht müde, oder auch mal ärgerlich. Denn wir sind dabei untereinander nicht mehr in Verbindung. Wir bleiben allein, obwohl wir vielleicht angeregt miteinander diskutieren. Ich habe gelernt wie es geht und mache mit, aber ich weiß heute: das, was als normal gilt, ist es nicht.

Wir Menschen sind fühlende Wesen.
Genau deshalb sind wir hier auf der Erde – um Gefühle zu erleben.
Diese Unnormalität zu spüren ist unangenehm.
„Wie gut, dass ich die Unnormalität spüre“, sage ich mir heute immer öfter ;-)

Ich erlebe, dass viele Menschen „sich anders fühlen“ und durch frühe Prägungen lange suchen, was sie so anders macht. Dabei liegt genau darin eine große Chance:

Anders-Sein als Chance

  1. Rück-Verbindung
    Wenn Du Dich oft anders fühltest oder Dir alles zu viel wurde, dann hast Du Dich zurückgezogen. Du hast den Kontakt zur Natur, zu Tieren, zu anderen Ebenen gesucht.
    Du hast nicht mehr daran geglaubt: „ich funktioniere, und dann ist alles gut“.
    Der Weg hat Dich gelehrt, Verbindung zum Leben wieder herstellen – auch wenn in Deinem Umfeld keine Verbindung zu finden ist.
    .
  2. Berührbarkeit und Emotionalität
    Du hast gelernt, mit Deiner Berührbarkeit und Emotionalität umzugehen.
    Weil Du es musst. Und Du hast gemerkt, dass Du in einer Umgebung aufatmest, in der Wertschätzung, Spüren und intuitive Impulse gelebt werden und in der das mehr zählt als Sachlichkeit und Effektivität.
    Du willst Dir und anderen diese Selbstverständlichkeit ermöglichen.
    .
  3. Eigen-Sinn
    Du spürst den Unterschied wie es sich anfühlt, wenn Du Deine Grenzen übergehst oder wenn Du auf Dich achtest. Du beginnst, Dich dafür einzusetzen, auch wenn andere das komisch finden. Du tust es aus einer Notwendigkeit.
    Und irgendwann merken die anderen auch, dass es gut ist, langsamer zu sein, Pausen zu machen, Verbindung zu suchen, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, „nein“ zu sagen.
    .
  4. Kompetenz und Demut
    Jahrelang auf der Suche nach Verständnis, nach Antworten und Hilfe zu sein ist die eine Seite der Medaille.
    Die andere Seite ist: Du sammelst zahlreiche Erfahrungen und Methoden, Du bist durch Höhen und Tiefen gegangen.
    Du hast Deine Kompetenz und Deine Intuition darin geschult, was Dir hilft.
    Du hast die Erfahrung gemacht, dass es weitergeht, auch wenn es nicht danach aussieht.
    Du hast gelernt an bestimmten Punkten die Verantwortung abzugeben und Dich etwas Größerem anzuvertrauen, weil Du merkst, dass Du nicht allmächtig bist.

Ich sage:

Die Welt braucht genau solche Menschen wie Dich und mich.
Menschen mit Mitgefühl, mit Tiefe, mit Gespür, mit einer Sehnsucht.
Menschen, die sich nicht täuschen lassen von den äußeren Dingen dieser Welt.

Wie gut, dass Du da bist!
Danke, dass Du vorangehst – denn das tust Du mit dieser Art.Wir sind mitten im Großen Wandel.
Und genau das, was Du lebst – genau das ist es, was es künftig braucht.
Du erschaffst die Welt von morgen.

Und da hilft es, immer wieder die Verbindung zu suchen. Genau dafür ist jetzt die Zeit.
Wir dürfen den Blick heben und merken: da sind noch andere – ich bin nicht allein.
Das, wie ich bin – ist normal. Genau das ist der Weg.

Einen Herzensgruß an Dich
von Birte

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