Was ist das „Neuland“?

Du bist schon länger auf der Suche und merkst: es muss auch anders gehen…. ! Du willst Neuland betreten.
„Neuland“ ist für mich etwas ganz Besonderes! Du trägst damit zum Großen Wandel bei.
Ja, irgendwann kommt der Zeitpunkt, da gilt es, Schritte zu gehen, Auszuprobieren, das Neue zu leben.
Ich hatte letzten Mittwoch einen Schnupperabend für Menschen, die sich auch ins „Neuland“ bewegen – und gerne nicht ALLEIN.

Wenn wir neue Wege betreten – sei es in Bezug auf Sinn, Gesundheit, Familie, Beruf, Sein – treffen wir machmal auf Unverständnis. Wir hören – oder wir denken auch selbst – wir seien naiv, sorglos, realitätsfern.

Neuland – wie funktioniert das?

In unserer Gesellschaft sind wir es gewohnt, uns „nach vorn“ zu bewegen. Wir wollen stets irgendwo hin: Schulabschluss, eine neue Stadt, eine Beziehung, einen anderen Job, mehr Kunden… Im Neuland verlassen wir diese Logik.
Wir betreten Neuland, wenn wir eine neue Ebene betreten:

  1. erkennen: „So wie es bisher ist, geht es nicht mehr weiter“
    Es ist ein inneres Aufgeben. Manchmal ist das ein sehr tiefes Gefühl.
  2. bei mir ankommen
    Das ist ein Dableiben, ein Ankommen im Körper, Nichts-Tun-Wollen, einfach Sein und alle Fühler wieder in mein Inneres einsammeln.
    Ich bin dann nicht gut „da draußen“ in der Welt aufgehoben, es braucht keine weiteren Ziele, sondern Stille oder Natur.
    Nur hier ist der Zugang zur neuen Ebene, hier ist die Tür.
  3. „Warten“ und „Mut“ unterscheiden
    a) In mir braucht es ein Warten während etwas in mir wächst. Das verlangt Hingabe, Vertrauen, Zuversicht. Dazu brauche ich die Kompetenz, Spannungen aushalten zu können, wenn etwas in mir schon drängt, ein „Ergebnis“ nach außen zu bringen.
    b) Es braucht außerdem Mut. Mut, zaghafte Wünsche und Impulse nicht wegzuwischen, sondern sie ernst nehmen. Neues wird möglich, Eingebungen, Lösungen, die bisher nicht auf dem Schirm waren.
    c) Das Unterscheiden: Wann braucht es Warten/Hingabe – und wann braucht es Mut – ist oft nicht so einfach. Das liegt daran, dass unsere bisherigen Prägungen uns verwirren. Unser Kopf und auch die Emotionen sind kein so hilfreiches Instrument zur Unterscheidung. Es geht mehr um eine tiefere Wahrheit und einer größeren Kraft, der wir folgen dürfen.
  4. mich mit anderen verbinden Denn das hilft mir. Menschen, die auch im Neuland unterwegs sind, und die lernen, sich neu in der Welt zu bewegen, tun gut. Wir sind soziale Wesen und unsere Nervensysteme sind dafür angelegt, sich gegenseitig zu stabilisieren und voneinander zu lernen. Wenn ich so Neuland betrete und die Ebene wechsele, dann lebe ich stetig mehr von innen nach außen.
    Es ist nicht so, dass ich einmal die Ebene ins Neuland wechsle – und das war´s dann!
    Es ist eher wie ein neuer Modus, den ich von da an mehr und mehr lebe und in dem ich mich schließlich immer sicherer fühle.

Hilft es, meine Bestimmung zu kennen?

Viele Menschen fragen nach ihrer Bestimmung. Sie möchten ein Ziel haben, auf das sie sich zubewegen können.
Allerdings: das allein ist noch nicht das Betreten von Neuland!

Ein Beispiel: Nehmen wir an, ich wüsste, dass es meine Bestimmung wäre, die Menschen mit Hilfe von Musik zu berühren.
Dann kann ich die Bestimmung auch auf der bisherigen Ebene ansteuern, nämlich im üblichen Vorwärts-Gang: Musikausbildung und dann Konzerte geben. Das kann ganz schön anstrengend und aufreibend sein. Ich werde zwar spüren, dass ich tue, was ich liebe.
Ich bin aber weiter in der Vorwärtsbewegung und irgendwann womöglich ausgelaugt und mich kann weiter die Sinnfrage meines Tuns quälen.
Nur, wenn ich die innere Tür zur neuen Ebene finde und nutze,
betrete ich Neuland, und meine Bestimmung erblüht. Und ich auch :)

Wie verfolge ich ein Ziel im Neuland?

Es ist völlig in Ordnung Wünsche oder Ziele im Neuland zu haben: zum Beispiel eine berufliche Tätigkeit, die für mich erfüllt; eine Partnerschaft oder Familie, die mich wachsen lässt; finanzielle Quellen, so dass ich gut versorgt bin; ein Vorhaben, mit dem ich Sinn in die Welt zu bringe.
Das Universum braucht eine Richtung von uns, denn wir erschaffen unsere Realität.
Aber was es braucht, ist nicht die Haltung „Wenn ich….erreiche, dann…..“.

Die Neuland-Haltung beinhaltet beides:
a) Das Wünschen – wie Kinder zu Weihnachten. Wünschen ist erlaubt, ob es genau so in Erfüllung geht, ist eine andere Sache.
b) Das Loslassen – weil ich die großen Zusammenhänge nicht kenne und mein Verstand schon gar nicht.

Heute läuft die Anmelde-Frist für meine kleine, feine WegebegleiterInnen-Gruppe aus. Aktuell sind noch Restplätze frei – mehr Informationen findest Du hier.
Wenn Du lieber ein 1:1 Gespräch mit mir vereinbaren magst, ist auch das möglich. Melde Dich gern.

Kommentiere gern, welche Erfahrungen Du mit dem Wünschen und Zielen im Neuland gemacht hast!
Meine besten Herzenswünsche an Dich und Deinen Weg,
Birte

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Avatar

    Liebe Birte,

    Grüße von Einem, der selber bereits als Wegbereiter seit Jahren sehr konsequent in dem lebt, was Du „Neuland“ nennst – ICH nenne es „Neue Zeit – Neue Bewusstseinsfelder“.

    Unter folgendem Link findest Du eine Art „Bauplan“ aller gesellschaftlichen Bereiche, aus meiner Wahrnehmung.
    Im Moment schreibe ich nun noch nieder, ganz konsequent, welche konreten Handlungsweisen und Lebensweisen sich daraus für JEDEN Einzelnen ergeben könnten in einzelnen Bereichen.
    BEISPIELE eben, zur Inspiration, wie EINFACH es sein KANN.
    https://www.academia.edu/38293026/Gastbeitrag_Bilder_der_Neuen_Zeit_-_Neue_Bewusstseinsfelder

    Alles Liebe
    Johannes Anunad

  2. Avatar

    Liebe Birte,

    Ich habe deinen Blog-Beitrag mit großem Interesse gelesen. Vielen Dank! :-) Schon seit einigen Tagen möchte ich einen Kommentar hier schreiben, aber bis jetzt hat mich mein Perfektionismus davon abgehalten. Jetzt habe ich beschlossen, einfach trotzdem zu schreiben, auch wenn ich es vielleicht nicht schaffe, alle meine Ideen zu dem Thema (geordnet) „unterzubringen“…. ;-)

    Ich finde, du hast das mit den einzelnen Punkten sehr anschaulich erklärt. Was mich betrifft, habe ich herausgefunden: Im Jahr 2018 war ich vorwiegenden bei Punkt 2 und heuer scheint es vermehrt um Punkt 3 zu gehen. Das mit dem Unterscheiden, wann Hingabe und wann Mut dran sind, fällt mir gerade auch nicht so leicht und ich habe manchmal das Gefühl, 3 Schritte vor und dann wieder 2 zurück zu gehen. Und ich finde es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, mir auch zu erlauben, Fehler zu machen.

    Eine Frage, die bei mir immer wieder auftaucht, ist, ob das berufliche „Neuland“ etwas ganz Neues sein wird oder vielleicht auch etwas, was ich schon länger gemacht habe, auf eine neue Art und Weise zu tun. – Meine Bestimmung hat etwas mit Kindern und vielleicht auch mit „inneren Kindern“ zu tun. Bei mir geht es konkret darum, dass ich viele Jahre lang Englischkurse für Kinder im Rahmen eines Franchisesystems angeboten habe. Nun ist noch offen, ob ich Englisch-Unterricht auf eine neue Art und Weise, z. B. mit mehr Kreativität als bisher (und ohne Franchisesystem) anbieten werde, wo die Kinder z. B. ein Mitspracherecht bezüglich der Themenauswahl haben … oder ob es beruflich etwas ganz anderes wird?

    Zum Thema Wünsche + Ziele im Neuland kann ich berichten, dass ich im Vorjahr über einen längeren Zeitraum hinweg eine Art Visions-Collage gemalt/ gebastelt habe, wobei der Schwerpunkt mehr auf dem „Über-Mich-Aspekt“ (also darauf, was mir Freude macht, Kraft gibt…), lag. Diese schaue ich mir immer wieder gerne an und habe nun auch begonnen sie (vorsichtig) auch anderen zu zeigen (Das würde dann zu deinem 4. Punkt passen. ;-) ) Ich bin auch gerade am Überlegen nun im Jahr 2019 mit einer 2. Collage, wo es mehr in Richtung konkrete Ziele geht, zu beginnen… Mal sehen…
    Das wäre mal ein wenig von mir…

    Herzliche Grüße, Claudia

    • Birte

      Liebe Claudia,
      wie schön, dass Du etwas geschrieben hast! Und dass Du Dich nicht davon hast abhalten lassen!!
      Denn ich finde, Dein Bericht zeigt so wundervoll wie es aussehen kann, wenn wir im Neuland unterwegs sind: unser Verstand will schon gern etwas greifbar haben („Was wird das Ganze denn jetzt?“).
      Und dabei bist Du so gut unterwegs, und es tut sich ja etwas. Und ja, es ist nicht immer nach Schema erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 sondern auch manchmal hin und her oder gesprungen.
      Wie schön, dass Du die Collage erwähnst, ja, das ist so schön, wenn wir etwas erschaffen, das wir anschauen können und uns daran erfreuen und orientieren. Und wie schön, dass Du beginnst, sie anderen zu zeigen. Das ist auch ein großer Schritt!
      Und ansonsten würde ich sagen: probier Dich einfach aus mit Deinen Ideen – je nach Deinen Möglichkeiten und Kontakten!
      Wie Du schön sagst: Fehler dürfen sein und wir alle beginnen klein.
      Alles Liebe Dir dabei!! Herzlichst, Birte

  3. Avatar

    Liebe Birte,
    Herzlichen Dank für deine Antwort! Ja, stimmt, manchmal springt es bei mir auch hin und her zwischen den 4 Punkten. Eigentlich war die letzten beiden Wochen wieder eher der 2. Punkt im Vordergrund. Und gleichzeitig ist in mir gerade auch eine ziemliche Ungeduld und eben der Wunsch nach greifbaren Ergebnissen. Da sind dann immer wieder Versuche da, Prozesse beschleunigen zu wollen (vor allem, wenn ich mit Menschen zusammen kam, die in der in unserer Gesellschaft üblichen Vorwärtsbewegung leben) obwohl ich eigentlich weiß, dass mich das nicht wirklich weiter bringt… Mir hilft es gerade hier zu schreiben. Danke für diese Gelegenheit! :-)
    Eine schöne Vorfrühlingszeit und auch dir Alles Liebe für dich + deine „Projekte“.
    Herzlichst, Claudia

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