Jetzt erst recht!

Ich habe die letzte Woche mit einer Bekannten über ihre Arbeitssituation gesprochen. Und das klang ziemlich aussichtslos: ein Job, der keinen Spaß macht, der sie total auspowert, so dass abends nur noch das Sofa angesagt ist. – Und dann aber der Druck, weil sie das wenige Geld braucht und dass ein gewünschter Umzug ohne Job und Geld ihr nicht möglich scheint…

Hier kannst du weiterhören –  weiterlesen geht natürlich auch ;-)

Wie geht es dir, wenn du so etwas von Freunden oder Bekannten mitbekommst?
Wirst du dann angesteckt von der Hoffnungslosigkeit, der Ohnmacht oder dem Ärger, oder maximal Galgenhumor?
Ich finde es aktuell eine sehr herausfordernde Zeit – manches Mal schiebt sich auch bei mir eine Gardine vor den liebevollen Kontakt zu mir selbst. Dann wirkt alles zäh und mühsam und fragwürdig – gerade, wo ich mich mit einem solchen hochtrabenden ;-)  Thema wie mit dem Gesellschaftswandel befasse und dafür eine Online-Konferenz plane…

In solch einer Stimmung war ich gerade als das beschriebene Gespräch stattfand.
Als ich meine und ihre Stimmung wahrnahm und beobachtete welchen Verlauf das Gespräch nahm, geschah etwas Wundersames. – Ich wurde mir irgendwann bewusst, dass es in mir lebendig wurde… es war wie eine Kraft, die an die Oberfläche kam – aus dem Untergrund.
Sie schoss fast nach oben und mit einem Schlag war mir innerlich klar „Jetzt erst recht!“
Die Gardine in meinem Inneren war weg – sie war einer Klarheit und Kraft gewichen:

„Jetzt erst recht! –
Ich gehe meinen Weg. Es braucht genau das.
Das kann nicht sein, dass ich so etwas öfter höre und dass wir als Menschen heute in so einer Hoffnungslosigkeit leben!“

Wow. Welche Verwandlung in mir.

Innerlich sah ich das Bild eines Delfins, der mit Kraft und Freude aus der Tiefe über die Wasseroberfläche springt.
Hier ein Bild aus Madeira, wo ich vor 10 Jahren Delfinen begegnete ;-)

Willst du dich lähmen lassen?

Von Zwängen, die dich erdrücken wollen,
Von Geldsorgen, die dir deinen Weg verbauen,
Von Gedanken, die warnen und zweifeln,
Von Blicken, die fragen: was machst du denn da?
Von Ängsten, die sagen: bleib besser, wo du bist,
Von einem Ruf in dir, der dich quält und dir zugleich unmöglich scheint

Mach es trotzdem.

Wage es. Spring.
Tu das, was du eigentlich tun würdest, wenn nur nicht….
Tu es trotzdem. Tu es.
Schalte deinen Kopf aus. Spring.

Jetzt ist die Zeit dafür.

Wir lassen uns nicht begrenzen oder lähmen von den Zwängen, die wir uns in unserer Gesellschaft gebaut haben, von dem, was man tut und was man nicht tut, von den Regeln, wer Geld bekommt und wer nicht, von dem, was der Mainstream als Erfolg und als werthaft ansieht.
Wir lassen uns nicht einschüchtern von den Gespenstern der Gewalt, die durch die Medien und unsere Lande geistern.

Wir gehen. Wir wagen. Wir sind verrückt.
Koste es was es wolle.
Wir fallen.
Aber das ist ein Segen. – Wir fallen tief, tief in die Liebe hinein.
Durch unsere Angst hindurch.
Und wo die Liebe ist, da findet sich ein Weg.
Ein Weg, den wir nicht erahnen können aus unserer kleinen Perspektive.
Wir geben uns dem Größeren hin. Wir folgen.
Wir brechen auf. – Und die Welt mit uns. Zu etwas Neuem.

Genau das brauchen wir, wenn ich nach draußen schaue.

Machst du mit?

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