Wenn das Alte nicht mehr passt….

sdrWir stehen manchmal an einem Punkt, an dem wir merken: das Alte passt nicht mehr, es ist nicht mehr stimmig. Das kann die bisherige Wohnung sein, der Wohnort, eine Freundschaft oder Beziehung, unser Job.
Wir spüren es innerlich. Oder wir merken es daran, dass äußere Probleme auftauchen. Das sind Zeichen dafür, dass wir genauer hinhören dürfen.
Gerade zum Jahreswechsel befindest du dich zwischen dem Alten und dem Neuen. Das wussten schon die Menschen früher, ihnen waren die Rauhnächte zwischen den Jahren heilig. Sie wussten auch: Wandel ist etwas sehr Natürliches.
Ich schaue in diesem Blog deshalb auf den Wandel in der Natur. Er ist ganz anders als das, was wir gelernt haben: Dass wir ein Ziel haben müssen, stets wissen müssen, wo es hingeht, stets aktiv sein müssen.

Auslöser für Wandel

Wandel gehört zum Leben dazu. Es ist nötig, dass sich Lebewesen anpassen, wenn sich die äußeren Umstände ändern. Wenn die Jahreszeit von Sommer auf Winter wechselt, dann wechseln die Tiere ihr Fell und die Bäume ihr Blätterwerk. Wenn sich die Bäume gegen den Wandel stellen würden, dann würden ihre Blätter im Winter erfrieren.
Kennst du das, dass du dich schon einmal gegen einen äußeren Wandel gestellt hast, obwohl die Umstände auf einmal anders waren? Das kann sein, wenn du einen Partner verloren hast und es dir schwerfällt, das anzunehmen. Oder wenn sich beruflich etwas anders gestaltet als du dir ausgemalt hattest.
Es gibt auch innere Umstände, die einen Wandel einleiten: wenn ein Wachstumsprozess oder ein innerer Reifeprozess abgeschlossen ist, dann ist es Zeit für einen Apfel vom Baum zu fallen oder für einen heranwachsenden Wolf, das Rudel zu verlassen.
Es kann sein, dass wir etwas sehr gerne machen und es am Anfang spannend und neu und gut für uns ist, und dass wir uns sehr wohlfühlen mit einer Tätigkeit oder an einem Ort. Aber wenn die Zeit verstreicht, dann kann es sein, dass uns die Freue an einer Tätigkeit verloren geht oder der Ort oder der Kontakt nicht mehr der richtige ist. Eigentlich ist dann irgendwann die Zeit reif gewesen, den nächsten Schritt zu machen und etwas Neues sich entwickeln zu lassen.

Reibung

Wenn wir die Zeit für den Wandel überhören, dann kommt Reibung auf. Innerlich oder äußerlich. Reibung bedeutet nichts weiter als Energie. Nur empfinden wir die Reibung meist als unangenehm. Dabei hat das Leben die Energie, die uns weiterbringen könnte, schon bereitgestellt. Sie ist halt nur noch nicht in die richtigen Bahnen gelenkt;-) Wir bekommen Kraft und eine Einladung, uns auszudehnen und das Alte abzustreifen.
Wenn das Alte geht, hat sich das Neue in der Tiefe längst vorbereitet – wie die Knospen für das Frühjahr an den Bäumen, das neue Fell der Tiere, eine neue Haut. Aber wir sehen das Neue nicht immer unmittelbar.

Leere und Warten

Meist ist jetzt eine Phase, in der wir uns „zwischen Baum und Borke“ fühlen. Das Alte ist schon weg, das Neue noch nicht wirklich da. Diese Phase fühlt sich deshalb oft nicht so angenehm an und wir vermissen dann das Alte oder schauen nach außen, um dort Halt zu finden.
Hier gilt es zu vertrauen, uns nicht von den Sirenen im Außen locken zu lassen und mit Zuversicht zu schauen. In dieser Phase gilt es, ganz wohlwollend mit uns zu sein. Wir gehen weiter Schritt für Schritt – auch wenn wir nur innerlich spüren, dass die Richtung stimmt, aber draußen noch nichts sichtbar ist oder sogar Nebel herrscht.

Das Neue

Wenn das Neue zum Vorschein kommt, dann ist es anfangs oft noch unspektakulär: noch ganz zart, unberührt, frisch und nackt. Aber es bringt alles mit, damit es perfekt in die neue Phase passt. Und zu uns. Dann dürfen wir es liebevoll begrüßen, hegen und pflegen, begießen, es ausprobieren ;).
Der Wandel in der Natur zeigt uns also: wenn die Zeit dafür gekommen ist, dürfen wir den Wandel bei uns zur Tür hereinlassen und ihn begrüßen.

In diesem Sinn einen guten Start ins Neue euch!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Avatar

    Das hast du soo schön beschrieben…genau so ist es grad bei mir, ich war sehr gerührt von deinen Worten ..danke ja Vertrauen haben und Zuversicht..das neue wird sich klein zeigen …..Danke Katrin

    • Bia

      Liebe Katrin – und ich freue mich so über deine Worte! Und mein Herz freut sich über diese Berührung von dir – und dass du auch darüber schreibst und das hier in die Welt bringst!
      Wenn du wüsstest wie kostbar das ist… ich lerne es auch gerade erst ;-)
      Beim Schreiben spüre ich: es sich bei dir zeigen. Du bist schon so gut unterwegs.

      Von Herzen, Birte

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